Neujahr am Times Square: Gagas Kostüm-Feuerwerk
Sie zog sich um. Einmal. Zweimal. Dreimal. Und damit nicht genug... Für die Silvesterfeierlichkeiten am New Yorker Times Square hatten die Veranstalter Lady Gaga gebucht - und die war ihr Geld wert.
New York - "Es ist so unglaublich hier", hauchte Lady Gaga ergriffen ins Mikrofon, als sie auf den Times Square blickte. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte die New Yorker Pop-Ikone in ihrem knallengen silbernen Abendkleid mit strassbesetzten Spaghettiträgern zu sich auf die Tribüne geladen. Gagas Gesicht war von einer überdimensionalen silbernen Maske bedeckt.
Die Lady war in diesem Jahr die Auserwählte: Sie durfte den Knopf drücken, durch den sich die berühmte Kristallkugel mit rund 30.000 Lichtern um Mitternacht über dem Times Square senkte. Eine Million Menschen jubelten, als die Kugel nach 60 Sekunden stoppte und damit das Jahr 2012 begann. Für ihre Performance zog sich die Sängerin mehrfach um, ein Kostüm übertraf an Ausgefallenheit das andere.
Während eine dichte Konfettiwolke auf die Menschenmenge regnete, stimmten Hunderttausende auf dem Times Square und in den umliegenden Straßenschluchten den Sinatra-Song "New York, New York" an. Über riesige Bildschirme konnten Feierfreudige in den Seitenstraßen die Party auf dem Platz miterleben. Um Mitternacht schlossen sie sich dem Begrüßungsjubel für 2012 an.
Angst vor Terrorangriffen
Nach Angaben der Stadt erstreckte sich die Silvesterparty wieder über 17 Straßenblöcke in Manhattans Theaterbezirk. Auf den Straßen waren Böller ebenso verboten wie Sekt oder Glühwein. Das Wetter hatte Erbarmen: Die Temperaturen lagen in der Nacht bei knapp zehn Grad Celsius.
Auf dem Platz, auf dem seit 1904 die zentrale New Yorker Silvesterparty stattfindet, galten verschärfte Sicherheitsbedingungen. Tausende Polizisten waren im Einsatz sowie Spürhunde, Scharfschützen und Anti-Terror-Einheiten, wie Polizist Raymond Kelly dem Fernsehsender CNN sagte. Rucksäcke und Alkohol waren auf dem Platz verboten. Hubschrauber überwachten das Stadtviertel aus der Luft. Viele Menschen mussten stundenlang warten, bis sie durch die Absperrungen zum Platz durchgelassen wurden. An bestimmten Orten seien schwerbewaffnete Beamte aufgestellt, sagte Kelly. "Wenn Silvester etwas Verdächtiges auffällt, sollte ein Polizist in Schussweite sein."
Nach der Feier kehrten Occupy-Wall-Street-Aktivisten auf den Platz nahe der Wall Street zurück, den die Stadt im November hatte räumen lassen.
hei/dpa/AFP
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