Neuseeland Regierungschefin Ardern beendet Babypause - nach sechs Wochen

Sie gilt als weltweit erst zweite Regierungschefin, die im Amt Mutter wurde: Anderthalb Monate nach der Geburt ihrer Tochter nimmt Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern nun wieder ihre Arbeit auf.

AFP

Sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern wieder die Regierungsgeschäfte übernommen. Die 38-Jährige ist die einzige aktuelle Regierungschefin, die im Amt ein Kind zur Welt gebracht hat. Wie Arderns Büro mitteilte, fungiert ihr Stellvertreter Winston Peters nach seinem Abflug zum Asien-Pazifik-Gipfel in Singapur nicht länger als Interimspremier.

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Jacinda Ardern: Babypause einer Regierungschefin

Um die gemeinsame Tochter Neve kümmert sich nun hauptsächlich Arderns Mann, der Radio- und Fernsehmoderator Clarke Gayford. Die Amtsgeschäfte führt die Vorsitzende der sozialdemokratischen Labour-Partei vorerst von Auckland aus. Am Samstag werden sie und ihre Familie dann in der Hauptstadt Wellington zurückerwartet.

Arderns Tochter war Mitte Juni in Auckland zur Welt gekommen, die Eltern hatten die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes auf Facebook bekannt gegeben. "Ich bin mir sicher, dass wir dieselben Gefühle durchleben wie alle jungen Eltern, aber gleichzeitig sind wir so dankbar für die Freundlichkeit und die besten Wünsche so vieler Menschen. Dankeschön", teilte Ardern damals mit.

Die Schwangerschaft der Politikerin war in den vergangenen Monaten immer wieder Thema gewesen, Ardern wurde als Vorbild gelobt. Dass Regierungschefinnen während ihrer Amtszeit ein Kind bekommen, ist weltweit eine ziemliche Ausnahme. Vor der Neuseeländerin ist überhaupt erst eine Premierministerin während ihrer Amtszeit Mutter geworden: die Pakistanerin Benazir Bhutto im Jahr 1990.

Ministerinnen, die Mutter wurden, gab es hingegen schon mehrfach. Dazu gehören auch die früheren Bundesfamilienministerinnen Kristina Schröder (CDU) und Manuela Schwesig (SPD).

mxw/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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tinohsk 02.08.2018
1. Mutterglück
Dazu muss man nicht viel sagen: Herzlichste Glückwünsche für die Familie und viel Freude an dem neuen Erdenbürger.
Lagrange 02.08.2018
2. so sieht's nämlich aus ...
... tja liebe Gleichmacher so sieht's nämlich aus, wenn man mehr Frauen in oberen Führungspositionen fordert. Ich bin mir sicher, wenn mehr Frauen bereit sind, 6 Monate nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen, haben wir auch bald mehr Frauen in den oberen Chefetagen. Ein längeres Ausfallen ist hier aus gutem Grund halt einfach nicht drin. Ich persönlich kenne keine Frau in meinem Umfeld, die bereit war, weniger als 12 Monate Elternzeit zu machen, obwohl einige Männer bereit gewesen wären mehr als die üblichen zwei Monate zu nehmen. Also bevor wir weiter über mehr Frauen in Führungspositionen sprechen, müssen mehr Frauen bereit sein keine bzw nur eine sehr kurze Elternzeit zu machen - nach diesem Vorbild
Emma Fairfax 02.08.2018
3.
Zitat von Lagrange... tja liebe Gleichmacher so sieht's nämlich aus, wenn man mehr Frauen in oberen Führungspositionen fordert. Ich bin mir sicher, wenn mehr Frauen bereit sind, 6 Monate nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen, haben wir auch bald mehr Frauen in den oberen Chefetagen. Ein längeres Ausfallen ist hier aus gutem Grund halt einfach nicht drin. Ich persönlich kenne keine Frau in meinem Umfeld, die bereit war, weniger als 12 Monate Elternzeit zu machen, obwohl einige Männer bereit gewesen wären mehr als die üblichen zwei Monate zu nehmen. Also bevor wir weiter über mehr Frauen in Führungspositionen sprechen, müssen mehr Frauen bereit sein keine bzw nur eine sehr kurze Elternzeit zu machen - nach diesem Vorbild
Ms Ardern hatte schon während der Schwangerschaft angekündigt, ihre Amtsgeschäfte sechs Wochen nach der Entbindung wieder aufzunehmen. Ihr Partner wird hauptsächlich für die Betreuung des Babys zuständig sein. Sie sagen es selbst: vorbildlich! Aber: Wie viele Männer sind Ihnen bekannt, die bereit sind, ihrer Frau DAUERHAFT 'den Rücken frei zu halten'?
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