"Sexy Verbrecher" bei New Yorker Modewoche Böse Jungs gesucht

Sein attraktives Polizeibild machte ihn bekannt - und ebnete ihm den Weg zur Modelkarriere. Nun war Jeremy Meeks bei der Fashion Week in New York zu sehen.

AP

2014 war Jeremy Meeks nur ein Krimineller, inhaftiert wegen Waffenbesitzes, Vorstrafen wegen Autodiebstahls. Dann veröffentlichte die Polizei in Stockton, Kalifornien, sein Foto - und machte Meeks damit zu einer kleinen Berühmtheit. Unter dem Hashtag #hottiethug (heißer Gangster) wurde über Meeks' blaue Augen und volle Lippen geschwärmt.

Manche Fans forderten Meeks' Freilassung, eine Frau wollte gar mit Meeks in einer Zelle eingeschlossen werden. Modelabels meldeten sich und wollten Meeks als Model engagieren.

Letzteres ist inzwischen schon diverse Male geschehen - jüngst auf der Modewoche in New York. Dort schickte Designer Philipp Plein Meeks auf den Laufsteg. Motto der Show: "Let's make NYFW great again", eine wenig subtile Anspielung auf Donald Trumps Wahlkampfslogan "Make America great again".

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Jeremy Meeks: Vom Gefängnis auf den Laufsteg

Es sei schwierig zu sagen, ob die schwarz glänzende Jacke ein Treffer gewesen sei, schrieb ein Modekritiker - von den billigen Plätzen habe man nicht so gut gesehen. Und in den vorderen Reihen hätten Prominente wie Madonna, Kylie Jenner, Tiffany Trump samt Leibwächtern und Paris Hilton gesessen.

Warum sollte jemand wie Meeks modeln, wurde Plein gefragt. "Wir sind alle böse Jungs", sagte der Designer - er selbst eingeschlossen.

Neben ihm waren Rapper und eine Reihe von Leuten zu sehen, die als Freiheitsstatue verkleidet waren. Zudem gab es einen Auftritt des "nackten Cowboy", der sonst nur in Unterhose am Times Square singt.

Meeks jedenfalls war von seinem Auftritt sehr angetan. Auf Instagram bedankte er sich bei Designer Plein für das Vertrauen und die "epische Nacht".

ulz/AP

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