Selfie-Verbot bei Met-Gala Du sollst nicht knipsen

Die jährliche Gala im New Yorker Metropolitan Museum of Art ist eine schicke Sache. Dieses Jahr besonders, denn: Den Selbstdarstellern unter den Prominenten wurde ausdrücklich verboten, Selfies zu machen.

AFP

Weder Fotografieren noch das Posten von Bildern sind in den heiligen Hallen des Metropolitan Museum of Art erlaubt, wenn in diesem Jahr die Reichen und Schönen aufmarschieren. Das sollte eigentlich eine Erleichterung für die Paparazzi-geplagten Celebrities sein. Allein, nicht jeder findet das toll.

Wer das Verbot angeregt hat, ist nicht bekannt. Es wird aber vermutet, dass "Vogue"-Chefin Anna Wintour - eine entschiedene Gegnerin von Selfies und ähnlichen Formen der zeitgemäßen Selbstdarstellung - ein Zeichen setzen wollte. Immerhin findet die Veranstaltung unter ihrer Ägide statt.

Abgesehen davon dreht "Vogue" selbst einen Dokumentarfilm über die diesjährige Gala, wie "Page Six" vermeldet - und kann eine inflationäre Bilderflut vermutlich gar nicht gut gebrauchen.

Farbenfroh verspricht es in jedem Fall zu werden: Das Thema des Balls ist "China". Interessant dürfte es werden, zu beobachten, welcher der geladenen Prominenten und Social-Network-Abhängigen es schafft, das Verbot zu umgehen - und wie. Dass vor und nach der Veranstaltung wild geknipst und gepostet werden wird, ist wohl kaum zu verhindern. Jede Menge After-Partys sind geplant, etwa mit Alexander Wang und Lady Gaga und mit Rihanna.

Auf der Gala werden Spenden gesammelt für das Kostüm-Institut des renommierten New Yorker Museums. Die auf mehrere Millionen Dollar geschätzten Einnahmen stellen dessen Jahresbudget dar.

Nach einem Punk-Experiment 2013 hatten sich die Veranstalter im vergangenen Jahr auf Traditionelles besonnen. Das fanden viele Prominente offenbar attraktiv: Es kamen Stars wie Beyoncé, Rihanna, Jessica Alba, Gisele Bündchen, Sarah Jessica Parker und Diane Kruger.

ala



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