New York - Bei dieser Jury spielt es keine Rolle, ob die Kandidaten etwas taugen: Rapperin Nicki Minaj und Countrysänger Keith Urban sind künftig mit Mariah Carey und Randy Jackson Juroren in der US-Talentshow "American Idol". Das gab der TV-Sender Fox wenige Stunden vor der Aufzeichnung der ersten Castings für die neue Staffel bekannt. Jackson ist der einzige Juror, der seit der ersten Staffel dabei ist. Jennifer Lopez und Steven Tyler hatten im Juli ihren Abschied bekanntgegeben.
Carey war für die kommende Staffel verpflichtet worden. Auch wenn sie das Rampenlicht künftig mit drei Co-Juroren teilen muss, dürfte ihre Vergütung dafür sorgen, dass sie sich auch weiterhin besonders fühlt. Carey erhält für eine Staffel 18 Millionen Dollar. Minaj dagegen soll für eine Staffel zwölf Millionen Dollar bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf einen Insider. Wie viel Urban bei der Show verdient, ist nicht bekannt.
Carey schien ihre Diva-Qualitäten zu beweisen, als sie auf die Frage, ob sie gespannt auf die Benennung der beiden letzten Jury-Mitglieder gewartet habe, antwortete: "Nein, habe ich nicht, weil ich mich nur für mich selbst interessiere." Die Sängerin schob allerdings sofort hinterher, dass die Äußerung nur Spaß gewesen sei.
Bei Fragen nach ihrer Rolle in der Jury wollte sich Carey nicht festlegen. "Bin ich die Nette? Bin ich die Gemeine? Es geht nicht um mich, mich, mich, es geht um die Kandidaten und was ich tun kann, um sie in eine gute Richtung zu lotsen", sagte sie.
Die Show kann einen personellen Neustart gut gebrauchen. "X Factor" mit Jurorin Britney Spears und "The Voice" mit Christina Aguilera macht "American Idol" zunehmend Konkurrenz. Zwar ist die Show immer noch die beliebteste Unterhaltungssendung im US-Fernsehen. Allerdings sahen beim Finale der elften Staffel so wenige Zuschauer wie nie zuvor zu; zudem interessiert die Show die für die Werbewirtschaft besonders interessanten jungen Zuschauer immer weniger. Und es hilft dem angestrebten Image als Star-Produzent nicht, dass viele Gewinner keine großen Karrieren starteten - anders als etwa Kelly Clarkson, die Siegerin der ersten Staffel.
ulz/AP
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