EM-Schleichwerbung Das Buxenluder

Es waren nur wenige Quadratzentimeter - und doch sorgen sie für Unruhe in der UEFA. Dänen-Stürmer Nicklas Bendtner zeigte nach dem Ausgleich gegen Portugal den Bund seiner Unterhose. Deshalb droht ihm nun Ärger mit der Europäischen Fußball-Union.

AP

Warschau - Manchmal stecken mehr als nur Haut, Tattoos und Muskelmasse unter den Trikots der Fußballspieler. Manchmal zeigen die Sportler eng anliegende Unterhemden, manchmal Bandagen, manchmal auch Narben. Der dänische Stürmerstar Nicklas Bendtner präsentierte der Welt am Mittwoch allerdings etwas anderes: den Bund seiner grün-weißen Unterhose. Und der Buxenbund hatte es in sich. Wegen der Werbeaufschrift auf den Boxershorts droht Bendtner jetzt womöglich Ärger mit der Europäischen Fußball-Union UEFA.

Der 24-Jährige hatte nach seinem Tor zum 2:2-Ausgleich gegen Portugal (2:3) Haut und Hose gezeigt. Sichtbar wurde auf dem Bund der Schriftzug einer irischen Wettfirma. Das Unternehmen gehört einem Freund von Bendtner. Die UEFA muss nun entscheiden, ob der Spieler für die Firma werben wollte - und Werbung ist den Spielern bei der EM strikt untersagt. Bendtner selbst sieht die "Buxengate"-Affäre noch gelassen: "Ich habe die Hose von einem Kumpel geschenkt bekommen. Sie sollte mir nur Glück bringen."

Auch bei der Fußball-WM 2010 gab es Ärger wegen Schleichwerbung. Eine niederländische Brauerei hatte mit kurzen Röcken für ihr Angebot werben wollen. Über Mario Gomez regten sich vor drei Jahren auch schon manche Kritiker auf: Der Spieler hatte bei einem Spiel gegen Borussia Dortmund so getan, als öffne er eine imaginäre Dose, nehme einen Schluck und setze dann zu Flügelschlägen an - eine Anspielung auf seinen Privatsponsor "Red Bull".

kha/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.