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Nie wieder Facebook: Lily Allen lebt das Web 0.0

Wer ein neues Leben beginnen will, sollte es richtig machen - weg mit dem Müll moderner Kommunikation, der das Dasein beschwert. Popstar Lily Allen entsorgte Blackberry, Laptop und iPod - und ordnet lieber Bettwäsche.

Lily Allen: "Das war's" Fotos
Getty Images

London - Für zwei Jahre will Lily Allen dem Popgeschäft den Rücken kehren. Das bestätigte die 24-jährige britische Sängerin nun in einem Interview mit der Frauenzeitschrift "Grazia".

2006 stürmte Allen mit dem Song "Smile" an die Spitze der Charts, moderiert mittlerweile auch eine Talkshow. In diesem Jahr konnte sie mit dem Album "It's not me, it's you" an ihren musikalischen Anfangserfolg anknüpfen.

Auf ihre kurze, fulminante Karriere blickt Allen allerdings mit gemischten Gefühlen zurück. "Ich war sehr aufgeregt, als es losging, aber dann ging alles auf schreckliche, schreckliche Weise schief."

Vor zwei Jahren erlitt Allen eine Fehlgeburt - wie tiefgreifend dieses Trauma sie verändern würde, so Allen, sei ihr, bedingt durch ihre turbulente Karriere, anfangs jedoch gar nicht bewusst gewesen. "Ich hatte gefühlsmäßig noch gar nicht realisiert, was passiert war, da hab ich zu der Fehlgeburt auch schon eine Presseerklärung rausgegeben."

Der Entschluss, sich rar zu machen und auf die Beziehung zu ihrem Freund, dem Bauunternehmer Sam Cooper, zu konzentrieren, sei also eine sehr bewusste Entscheidung gewesen.

Sogar moderne Kommunikationsmittel habe sie aus ihrem Alltag verbannt, sagte Allen. "Facebook, Bloggen, das war zu einer Sucht geworden. Wenn ich mir meinem Freund oder meiner Mutter zusammen war, hatten die mich nur zur Hälfte. Also hab ich meinen Blackberry, meinen Laptop, meinen iPod in eine Kiste gepackt - das war's."

Allen lebt jetzt "ohne". "Ich schreibe keine E-Mails mehr, ich lege Vinyl-Schallplatten auf, ich blogge nicht mehr. Ich habe mehr Zeit für mich, mehr Privatsphäre. Für mich bedeutet Glück, mit Sam zusammen zu sein, Zuhause zu sein, Bettwäsche zu sortieren … normal zu sein."

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
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1. Pr
mime 22.12.2009
Zitat von sysopWer ein neues Leben beginnen will, sollte es richtig machen - weg mit dem Müll moderner Kommunikation, der das Dasein beschwert. Popstar Lily Allen entsorgte Blackberry, Laptop und iPod - und ordnet lieber Bettwäsche. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,668577,00.html
Geht aber nur, weil ihr Management dann sicher doppelt so viel rackert auf den modernen Kommunikationskanälen. Da ist ihre Aktivität auch wirklich nicht erfolgsentscheidend. Schicke PR jedenfalls.
2. Eine selten dämliche These...
Currie Wurst 22.12.2009
...weg mit dem Müll moderner Kommunikation. Für Suchtkranke möglicherweise die einzige Alternative, ansonsten grundlegend falsch. Ich entsorge ja auch nicht Rotwein oder Bier, wenn ich damit vernünftig umgehen kann. Wenn man als Müll moderner Kommunikation Facebook, Blogs, Twittern oder ähnlicher Schwachsinn einstuft, ist schon wieder etwas dran.
3. Recht hat sie!
BardinoNino 22.12.2009
Zitat von sysopWer ein neues Leben beginnen will, sollte es richtig machen - weg mit dem Müll moderner Kommunikation, der das Dasein beschwert. Popstar Lily Allen entsorgte Blackberry, Laptop und iPod - und ordnet lieber Bettwäsche. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,668577,00.html
Aber wer ist Lily Allen? Popstar iss doch wohl nix schlüpfriges, oder?
4. Dem kann ich ein Stück weit zustimmen...
aussteigeraufzeit 22.12.2009
Ein wenig habe ich Zweifel daran, ob Lily Allen wirklich zu 100% auf den "Müll moderner Kommunikation" verzichtet... Ein Stück weit kann ich diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Ich reise seit 2005 jeden Winter ca. fünf Monate durch Asien und habe nur hin und wieder im Internetcafe Zugang zu dem modernen Kommunikationsmitteln. Viele Menschen verbringen einen grossen Teil ihrer Freizeit einsam vor Social Networks etc. vor dem Internet. Da führe ich lieber ein persönliches Gespräch mit anderen Reisenden und Einheimischen. Ich muß zugeben, ich habe die modernen Kommunikationsmittel nur in Ausnahmefällen vermisst...
5. Etwas scheinheilig...
gistfo1 22.12.2009
Hat das nicht eher etwas mit diesem Vorfall zu tun der erst vor einigen Monaten statt fand? http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,651370,00.html
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