Nach Lungentransplantation Hoffnung für Niki Lauda

Das Wiener Krankenhaus, in dem Niki Lauda eine Lunge transplantiert wurde, will sich am Montag zur OP äußern. Einem Medienbericht zufolge soll der frühere Rennfahrer bereits eigenständig atmen.

Niki Lauda im März
REUTERS

Niki Lauda im März


Ärzte des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) in Wien wollen frühestens am Montag neue Informationen über den Gesundheitszustand von Niki Lauda bekanntgeben. Dem ehemaligen Rennfahrer war am Donnerstag eine Lunge transplantiert worden.

Am Wochenende werde die Klinik, in der der 69-jährige Unternehmer operiert worden war, keine Mitteilungen herausgeben, teilte das AKH der Nachrichtenagentur APA mit. Am Montag könnten die Medien über weitere Details informiert werden, sofern der Patient damit einverstanden sei.

Das Portal oe.24.at hatte zuvor gemeldet, Lauda sei wieder bei Bewusstsein. Das Nachrichtenportal bezog sich auf eine Quelle aus dem AKH. Demnach sei Lauda am Samstagmittag aus dem künstlichen Koma erwacht und könne wieder eigenständig atmen.

Mehrwöchiger Klinikaufenthalt

Am Freitag hatte das AKH mitgeteilt, dass es Lauda den Umständen entsprechend gehe. "Wir sind sehr zufrieden", sagte der Chirurg Walter Klepetko, der Lauda operiert hatte. Er rechne mit einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt.

Dem österreichischen Fernsehen ORF hatte der Mediziner ebenfalls am Freitag mitgeteilt, dass der dreimalige Formel-1-Weltmeister in Tiefschlaf versetzt worden sei und er künstlich beatmet werde. "Das selbstständige Atmen beginnt dann am nächsten Tag oder auch nach einigen Tagen, es ist keine Eile", wichtig sei vor allem ein ruhiger Verlauf, sagte Klepetko, ohne Details zu Laudas Gesundheitszustand zu nennen.

Medienberichten zufolge ist Lauda bereits seit einer Woche im Krankenhaus. Der Österreicher soll seinen Urlaub wegen einer Lungenentzündung unterbrochen haben und nach Wien zurückgekehrt sein. Lauda, der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams um den britischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist, hatte zuletzt bei den Rennen in Hockenheim (22. Juli) und Ungarn (29. Juli) gefehlt.

Wie durch ein Wunder überlebt

Lauda ist seit einem schweren Unfall im Jahr 1976 auf dem Nürburgring gesundheitlich angeschlagen. Er hatte mit schweren Verbrennungen wie durch ein Wunder überlebt. Seine Lunge wurde dabei teilweise verätzt.

Als Spätfolge des Unfalls musste er sich bereits zweimal einer Nierentransplantation unterziehen. Eine Niere spendete ihm 1997 sein Bruder Florian, eine weitere 2005 seine spätere Ehefrau Birgit. Mit ihr hat Lauda achtjährige Zwillinge - Max und Mia. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei erwachsene Söhne, Lukas und Mathias.

Lauda, heute neben seiner Funktion im Aufsichtsrat des Mercedes-Teams Miteigentümer und Geschäftsführer der Fluglinie Laudamotion, wurde in der Formel 1 in den Jahren 1975, 1977 und 1984 Weltmeister. Zweimal im Ferrari, einmal im McLaren. Ein Jahr nach dem dritten Triumph beendete der Wiener seine Karriere.

kha/dpa



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