Neues Mitglied Obama-Schwester Auma im Hamburger Weltzukunftsrat

Sie kämpft für Kinder- und Frauenrechte in Kenia und wird sich in Zukunft verstärkt für Nachhaltigkeit einsetzen: Barack Obamas große Schwester Auma ist neues Mitglied im Hamburger Weltzukunftsrat.

Auma Obama: Rechte von Kindern und Frauen in Afrika stärken
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Auma Obama: Rechte von Kindern und Frauen in Afrika stärken


Hamburg - Der Weltzukunftsrat in Hamburg hat prominente Verstärkung bekommen: Die kenianische Literatur- und Gesellschaftswissenschaftlerin Auma Obama ist ab sofort offizielles Ratsmitglied, teilte die Organisation mit.

Die ältere Schwester von US-Präsident Barack Obama erklärte, sie wolle die Stiftung bei Ihrer Arbeit für die Rechte von Frauen und Kindern in Afrika beraten und unterstützen. Zu Obamas neuen Mitstreitern gehören die indische Wissenschaftlerin und Frauenrechtsaktivistin Vandana Shiva, die Verhaltensforscherin und Primaten-Expertin Jane Goodall sowie der SPD-Politiker und Umweltexperte Ernst-Ulrich von Weizsäcker.

Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und des Alternativen Nobelpreises, freute sich über die Unterstützung der 54-Jährigen.

Obama begeisterte sich früh für deutsche Autoren wie Heinrich Böll und Wolfgang Borchert und studierte ab 1980 Germanistik und Soziologie in Deutschland. In Bayreuth promovierte sie über die unterschiedlichen Konzepte von Arbeit in Kenia und der Bundesrepublik.

Heute setzt sich in ihrer Heimat mit der Stiftung Sauti Kuu ("Starke Stimmen") für die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen ein. Obama ist eine weltweit gefragte Rednerin zu Nachhaltigkeitsthemen und engagiert sich im Vorstand der Jacobs-Stiftung, die Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe finanziert.

Ihren Halbbruder Barack Obama lernte Auma 1984 kennen, da war sie 24 Jahre alt. Später reisten beide gemeinsam auf der Suche nach den eigenen Wurzeln durch Kenia. Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2008 war Auma in Barack Obamas Wahlkampfteam.

Der Weltzukunftsrat wurde 2007 mit finanzieller Unterstützung der Hansestadt und des Unternehmers Michael Otto gegründet. Die Stiftung benennt wegweisende Politikansätze für eine nachhaltige Entwicklung und unterstützt deren Umsetzung. Die 50 Ratsmitglieder kommen von allen fünf Kontinenten.

ala/dpa

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