Oprah Winfrey besucht Grab von Recy Taylor "Ich glaube nicht an Zufälle"

In ihrer Rede bei den Golden Globes würdigte Oprah Winfrey die jüngst verstorbene Recy Taylor. Nun hat die Moderatorin Taylors Grab besucht. Geplant war die Visite nicht.

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Ihren Worten ließ sie nun Taten folgen: Oprah Winfrey hat das Grab von Recy Taylor besucht. Die Afroamerikanerin Taylor war als junge Frau im September 1944 in ihrer Heimatstadt Abbeville von sechs weißen Männern entführt und vergewaltigt worden.

Die Männer hatten zwar die Vergewaltigung zugegeben, aber zwei Grand Jurys weigerten sich, die Täter anzuklagen. Dies führte zu landesweiten Protesten und gilt als einer der Auslöser der Bürgerrechtsbewegung.

Taylors Schicksal erlangte durch eine Rede Winfreys bei den diesjährigen Golden Globes weltweite Aufmerksamkeit. Taylor starb am 28. Dezember 2017 im Alter von 97 Jahren in Abbeville.

Oprah Winfrey teilte ein Bild bei Instagram, das sie am Grab Taylors zeigt. Über ihren Besuch schrieb die 63-Jährige: "Ich glaube nicht an Zufälle, aber wenn ich daran glauben würde, wäre das ein unglaublich mächtiger."

Winfrey war eigenen Angaben zufolge für die amerikanische Sendung "60 Minutes" unterwegs und landete eher zufällig in Abbeville im US-Bundesstaat Alabama. "In der Lage zu sein, ihr Grab so schnell zu besuchen, nachdem ich ihren Namen ausgesprochen, ihre Geschichte erzählt habe, eine Frau, die ich niemals kennengelernt habe." Dazu teilte sie Herz-Emojis.

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Oprah Winfrey: Schauspielerin, Entertainerin, Präsidentschaftskandidatin?

Mit einer kämpferischen Rede zu Frauen- und Bürgerrechten hatte sich die US-Entertainerin Winfrey bei der Verleihung der Golden Globes für einen Preis für ihr Lebenswerk bedankt. "Zu lange wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren. Aber deren Tage sind gezählt!" Winfrey wurde mit stehendem Applaus gefeiert.

Die 63-Jährige erinnerte daran, wie sie in den Sechzigerjahren als kleines Mädchen den Oscarsieg des schwarzen Regisseurs und Schauspielers Sidney Poitier verfolgte. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht." Es bahne sich eine Zeit an, in der niemand mehr "Me Too" sagen müsse, sagte Winfrey mit Blick auf die Missbrauchsdebatte, die unter dem Motto "Ich auch" in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt hatte. Winfrey wurden nach ihrer Rede Ambitionen auf die US-Präsidentschaft nachgesagt.

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