Orlando Bloom über #MeToo "Zu 100 Prozent notwendig"

Die Debatte über sexuelle Übergriffe erschüttert Hollywood, nun hat Orlando Bloom sich deutlich positioniert: Für männliches Fehlverhalten fehle ihm jedes Verständnis.

AFP

Die sogenannte #MeToo-Debatte über sexualisierte Gewalt und Übergriffe gegen Frauen beschäftigt seit Monaten weite Teile von Politik, Showgeschäft und Zivilgesellschaft - nicht nur in Hollywood.

Nun hat sich Schauspieler Orlando Bloom dazu geäußert - und zwar auf ziemlich unmissverständliche Art: Er habe kein Verständnis für männliches Fehlverhalten, sagte der 41-Jährige dem Magazin "GQ Style": "Ich finde es weder verwirrend noch besonders kompliziert, zu wissen, wie man sich als Mann anständig verhält."

Er halte die #MeToo-Bewegung für "zu 100 Prozent notwendig", sagte der Brite. Wahrscheinlich werde es nicht gelingen, jeden einzelnen Fall mit dem notwendigen Maß an Respekt zu behandeln, sagte Bloom. "Aber es wäre doch noch viel schlimmer, deshalb die ganze Bewegung zu hinterfragen." (Mehr zu dem Thema lesen Sie hier.)

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Orlando Bloom über #metoo: Klare Ansage

Bloom, der mit Filmen wie "Der Herr der Ringe" und "Fluch der Karibik" weltberühmt wurde, dürfte damit auf breite Zustimmung treffen - zumindest unter Kolleginnen. Erst kürzlich hatten französische Schauspielerinnen eine Initiative namens "Now We Act" gegründet, die betroffenen Frauen mithilfe von Spendengeldern ermöglichen soll, gegen mutmaßliche Peiniger vor Gericht zu ziehen.

An der Kampagne sind mehr als hundert Frauen beteiligt, darunter Clemence Poesy, Julie Gayet, Vanessa Paradis and Diane Kruger. "Es ist Zeit zu handeln", heißt es in dem Aufruf der Gruppe. "Lasst uns diejenigen unterstützen, die konkrete Schritte unternehmen, sodass niemand mehr #MeToo sagen muss." Zuvor hatten Schauspielerinnen in Hollywood die Kampagne "Time's Up" gegründet.

mxw/dpa



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FocusTurnier 01.03.2018
1. Richtig so
Metoo ist toll. Endlich hat das auch die CDU begriffen: Das CDU-Mitglied und Femen-Germany-Begründerin Zana Ramadani zieht endlich die Grapschereien von Joachim Gauck in das Licht der Öffentlichkeit. Orlando Bloom wäre stolz auf sie.
held_der_arbeit! 01.03.2018
2. #metoo ist heuchlerisch, v.a. in Hollywood
Der Deal zwischen alten, reichen Männern und jungen, schönen Frauen ist so alt wie die Menschheit. So alt sogar, dass ich behaupten würde er hat die Geschlechterrollen (also den Zwang für Männer, Geld und Macht anzuhäufen und den Zwang für Frauen, gut auszusehen) ursächlich begründet: ER kauft sich eine Partnerin, die er allein mit Freundlichkeit und Humor nie bekommen hätte, SIE gibt im Gegenzug Geld aus, dass er verdient hat. Oder bekommt eben als No-Name Schauspielerin Rollen, die sie sonst nicht bekommen hätte. Das ganze 20-30 Jahre später einseitig aufzukündigen, wenn die eigene Rendite längst gesichert ist halte ich für zutiefst scheinheilig. Wir können gerne über den Deal ansich diskutieren, der mMn. beide Geschlechter in absurde Hamsterräder treibt, aber die Schuld allein bei den Männern zu suchen ist Quatsch
held_der_arbeit! 01.03.2018
3. #metoo ist heuchlerisch, v.a. in Hollywood
Der Deal zwischen alten, reichen Männern und jungen, schönen Frauen ist so alt wie die Menschheit. So alt sogar, dass ich behaupten würde er hat die Geschlechterrollen (also den Zwang für Männer, Geld und Macht anzuhäufen und den Zwang für Frauen, gut auszusehen) ursächlich begründet: ER kauft sich eine Partnerin, die er allein mit Freundlichkeit und Humor nie bekommen hätte, SIE gibt im Gegenzug Geld aus, dass er verdient hat. Oder bekommt eben als No-Name Schauspielerin Rollen, die sie sonst nicht bekommen hätte. Das ganze 20-30 Jahre später einseitig aufzukündigen, wenn die eigene Rendite längst gesichert ist halte ich für zutiefst scheinheilig. Wir können gerne über den Deal ansich diskutieren, der mMn. beide Geschlechter in absurde Hamsterräder treibt, aber die Schuld allein bei den Männern zu suchen ist Quatsch
mexikanischemauer 01.03.2018
4.
Ich respektiere grundsätzlich alle Frauen genauso wie Männer mit einer Ausnahme: Hollywood-Schauspielerinnen Wenn man als dermaßen privilegierte Person eine dermaßende Opfer-mentalität an den Tag legt geht jedglicher Respekt abhanden. Sehr viele von denen haben ihre Karriere nur gemacht wegen dem was sie jetzt in Metoo anprangern. Ähnlich erbärmlich wie die NFL-Loser
Whatever123 02.03.2018
5.
Im Englischen nennt man dies "Virtue signalling". Wenn es wahr ist, dass in Hollywood jeder von den Praktiken Weinsteins und anderer wusste, wieso sprechen sie dann erst jetzt alle darüber? War es Angst vor möglichen Nachteilen der eigenen Filmkarriere oder wirkte es damals als nicht sonderlich anstößig, weil die meisten beteiligten Frauen bei diesem perversen Spiel freiwillig mitmachten... Für mich stinkt es alles sehr nach Opportunismus.
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