VIP-Schwemme bei Modenschauen: "Prominente lenken nur ab"

Modenschauen: Promis allerorten Fotos
DPA

Modenschauen? Gibt es viel zu viele. Prominente an den Laufstegen? Lenken vom Wesentlichen ab. Diese Meinung muss man sich erst einmal erlauben können. Ein berühmter Vertreter der Designer-Zunft kann es offensichtlich.

New York - Wer seit Jahrzehnten zur Elite der Modebranche zählt, muss offenbar nicht mehr allzu viel Rücksicht auf die Befindlichkeiten des Publikums nehmen - selbst wenn es vorwiegend aus Prominenten besteht. Das zeigt ein Interview, das Designer Oscar de la Renta gegeben hat.

Der 81-Jährige hatte bei der New York Fashion Week zu seiner Modenschau 350 Gäste eingeladen - im Vorjahr waren es mehr als 630 gewesen. Auf Promis verzichtete de la Renta komplett, abgesehen von seiner guten Bekannten Barbara Walters.

Im Gespräch mit der Zeitschrift "Haute Living" begründete er die Entscheidung. Er kleide gerne Prominente ein, sagte der Designer. "Aber bei einer Modenschau lenken sie nur vom eigentlichen Ziel ab - der Präsentation."

Zumindest was die Zahl der Promis angeht, ist die Argumentation des Designers schwer zu widerlegen. Bei diversen Modenschauen in New York tummelten sich unter anderem Kanye West, Kelly Osbourne, Paris Hilton, Justin Bieber, Goldie Hawn, Melanie Brown, Tyra Banks, Nicole Kidman, Winona Ryder und Alexander Skarsgård.

Es sei viel besser, wenn die Kleidung von wahren Profis, Journalisten oder Käufern betrachtet werde, sagte de la Renta. Die Mega-Schauen nähmen Überhand. Es gebe bei der New Yorker Modewoche "zu viele Schauen, zu viele Designer, zu viele Leute".

Niemand habe sich darüber beschwert, nicht eingeladen worden zu sein. "Die Leute verstehen, warum ich diese Entscheidung getroffen habe." Angst, eventuell auch zahlungskräftige Kundschaft zu vergraulen, hat de la Renta offenbar nicht. Schließlich kennt er viele Prominente: Sarah Jessica Parker ist eine gute Bekannte, einst war der Designer daran beteiligt, Hillary Clinton auf das Titelbild der "Vogue" zu bringen.

ulz

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