Goodie-Bag für Oscar-Nominierte Sex-Spielzeug und Japanreise als Dankeschön

Für den Oscar nominiert sein lohnt sich: Neben Ruhm und Ehre bekommen die besten Schauspieler des Jahres Geschenkboxen im Wert von 200.000 Dollar - unabhängig davon, ob sie die Trophäe mit nach Hause nehmen.

AFP

Es gibt Leute wie Leonardo DiCaprio, die sind immer wieder für einen Oscar nominiert und kriegen ihn trotzdem nicht. Auch in diesem Jahr steht er wieder auf der Liste, für seine Rolle in "The Revenent". Doch mit leeren Händen wird er auf keinen Fall nach Hause gehen.

Und das liegt nicht an den wenigen Sekunden, die er vor der Preisverleihung hoffnungsvoll und doch zurückhaltend in die Kamera lächeln wird. Oder an den neuen Rollenangeboten, die sich womöglich für ihn und seine nominierten Kollegen auf der Aftershow-Party ergeben.

Nein, jeder Oscar-Nominierte bekommt zum Abschied eine Geschenkbox, von PR-Firmen befüllt mit Goodies im Wert von insgesamt 200.000 Dollar. Die teuersten Geschenke: eine zehntägige Reise nach Israel für 55.000 Dollar, eine Wandertour durch Japan für 45.000 Dollar und ein Jahr lang kostenlose Mietwagen von Audi für die gleiche Summe. Weitaus weniger glamourös: Hotelübernachtungen, Luftbefeuchter und Cremes.

In den Taschen für die Schauspielerinnen stecken einige Extras, darunter ein "Stimulierer" für 250 Dollar und ein Gutschein für eine neue Art der Schönheitsoperation, die sogenannte "Vampir-Bruststraffung".

Die Unternehmen, die die Stars mit den teuren Geschenken überschütten, erhoffen sich davon, dass der Ruhm auf ihre Produkte abstrahlt. Die Israelreise soll von der Regierung gesponsert sein, um die negativen Schlagzeilen durch positive Promi-News zu ersetzen.

Erst gestern haben sich alle Nominierten bei einem Dinner auf die große Gala eingestimmt. Zum alljährlichen "Lunch der Nominierten" im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles erschienen unter anderem Lady Gaga, Leonardo DiCaprio, Sylvester Stallone, Rooney Mara, Alejandro González Iñárritu und Steven Spielberg. Auch der deutsche Regisseur Patrick Vollrath, für den Kurzfilm "Alles wird gut" nominiert, war unter den Gästen.

Nebenbei wurden die Anwärter bei dem lockeren Treffen auf die Trophäen-Gala vorbereitet: So betonten die Show-Produzenten, dass sich Gewinner auf der Bühne kurz fassen und "vom Herzen" sprechen sollen, statt ihre Dankesrede von einem Zettel abzulesen.

lba/dpa

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