Nach Belästigungsvorwurf "John Bailey bleibt der Präsident der Akademie"

Die Oscar-Akademie hat ihren Präsidenten John Bailey von einem Belästigungsvorwurf freigesprochen. Sie wird nicht weiter gegen ihn ermitteln.

John Bailey
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Die Oscar-Akademie hat ihre Ermittlungen zu Vorwürfen wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs gegen ihren Präsidenten John Bailey beendet. Sie hat ihn von dem Vorwurf freigesprochen, eine Person auf unangebrachte Weise berührt zu haben. Es werde keine weiteren Schritte gegen den 75-Jährigen geben, auch seine Position soll er behalten.

"Das Komitee hat einstimmig entschieden, dass der Fall kein weiteres Handeln erfordert", teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences laut "Hollywood Reporter" mit. "John Bailey bleibt der Präsident der Akademie", heißt es in dem Statement weiter.

Die Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem die Akademie am 13. März eine Beschwerde von einer ungenannten Person gegen Bailey erhalten habe. Diese sei "sehr ernst" genommen worden. Bailey selbst hatte die Vorwürfe laut "Hollywood Reporter" bestritten: Er sei keiner von denen, die Frauen nicht mit Respekt behandelten.

Ihm sei vorgeworfen worden, eine Person in einem Transportwagen an einem Filmset auf unangebrachte Weise berührt zu haben: "Das ist nicht passiert", teilte Bailey mit. Medien hatten zuvor von mehreren Vorwürfen berichtet, laut der Akademie gab es jedoch nur diesen einen Fall.

Der Kameramann Bailey, der an Filmen wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Besser geht's nicht" beteiligt war, war im August für vier Jahre zum Vorsitzenden der Academy gewählt worden. Bei einem Essen für die diesjährigen Oscar-Nominierten im Februar hatte der 75-Jährige zugesichert, sich für ein "größeres Bewusstsein und größere Verantwortung" bei der Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen. Damit reagierte er auch auf die #MeToo-Debatte über sexuellen Missbrauch.

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bbr



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