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02. November 2008, 13:16 Uhr

Panik-Rocker

Udo Lindenberg schwört dem Alkohol ab

Jahrelang ging nichts ohne den Griff zur Flasche, er selbst nannte sich "Exzessor": Doch jetzt soll bei Udo Lindenberg endgültig Schluss sein mit dem Alkohol. In einem Interview sprach er offen über selbstzerstörerische Jahre - und über seinen Umgang mit dem Ruhm.

Hamburg - Nie wieder Alkohol: Für Rockmusiker Udo Lindenberg (62) ist die Zeit der früheren Exzesse vorbei. "Diese Ballerei und jede Menge Zigaretten, dazu nicht schlafen und nur Randale im Kopp" - das gebe es für ihn nun nicht mehr, sagte Lindenberg in der ARD-Sendung "Beckmann", die am kommenden Montag ausgestrahlt wird.

Rockmusiker Udo Lindenberg: Nach langer Schaffenspause kam im März sein Album "Stark wie Zwei" auf den Markt
DPA

Rockmusiker Udo Lindenberg: Nach langer Schaffenspause kam im März sein Album "Stark wie Zwei" auf den Markt

"Ich hatte mich zugezogen, saß hier mit Absinth auf der Suche danach, wie es weitergeht. Ich bin runtergestiegen in die Katakomben der Erleuchtung und der Selbsterkenntnis - da war's dunkel", meinte der Sänger, der sich selbst "Exzessor" nannte. "Das waren sehr alkoholische Jahre."

Der in Hamburg lebende Panik-Rocker, der oft schon von seinen nächtlichen Jogging-Touren um die Alster - "im Schutz der Dunkelheit, mit Tarnmütze und so" - berichtete, freut sich "wie ein kleines Kind" über sein Erfolgscomeback mit dem Album "Stark wie Zwei", das im März erschien.

Mit seinem Leben als öffentliche Person habe er keine Probleme: "Ich bin ja so ein bisschen getarnt mit der Hutkrempe und der Sonnenbrille - das ist schon so ein Hauch von Intimsphäre, die ich da habe. Ich kann ein bisschen privat mit mir sein, wenn ich unterwegs bin. Aber ansonsten wollte ich das ja immer: Ich wollte immer berühmt werden."

sto/dpa

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