Besuch in Peru Papst geißelt Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika

Der Papst hat in einer Rede in Peru Gewalt gegen Frauen mit deutlichen Worten kritisiert. Franziskus rief die Bevölkerung dazu auf, gegen die "Quelle des Leidens zu kämpfen".

Papst Franziskus in der Kathedrale «Plaza de Armas» in Trujillo
DPA

Papst Franziskus in der Kathedrale «Plaza de Armas» in Trujillo


Papst Franziskus hat während seines Besuches in Peru die Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika kritisiert. Die zahlreichen Fälle von Frauenmorden seien eine "Plage, die unseren amerikanischen Kontinent heimsucht", klagte Franziskus während einer Marienfeier auf dem zentralen Platz der Küstenstadt Trujillo im Norden des Landes. "Ich lade euch ein, gegen diese Quelle des Leidens zu kämpfen, indem ihr eine Gesetzgebung und eine Kultur der Ablehnung gegen jede Form von Gewalt fördert", sagte er.

Zuvor hatte Franziskus seinen ersten öffentlichen Gottesdienst in Peru vor Hunderttausenden Gläubigen an einem Strand des Badeortes Huanchaco in Trujillo gefeiert. Er erinnerte dabei an die Flutopfer des Klimaphänomens "El Niño" im Norden Perus Anfang 2017. Tausende Menschen sind immer noch obdachlos in der Region.

Am Abend seines dritten Tages in Peru wurde Franziskus in der Hauptstadt Lima zurück erwartet. Dort will der Pontifex am Sonntag seine einwöchige Lateinamerika-Reise mit einer Messe unter freiem Himmel abschließen. Den Besuch hatte er am Montag in Chile begonnen, am Donnerstag flog er ins Nachbarland Peru weiter.

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REUTERS

bam/dpa



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