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Letztes Interview mit Peaches Geldof: "Heroin ist so eine düstere Droge"

Peaches Geldof: Berühmt qua Geburt Fotos
REUTERS

Kurz vor ihrem Tod im April hat Peaches Geldof noch ein Interview gegeben. Darin berichtet die junge Frau von ihrem Leben im Rampenlicht, Heroin und dem Druck der Medien nach dem frühen Tod ihrer Mutter.

London - Monate nach dem tragischen Tod von Peaches Geldof ist nun ein Interview aufgetaucht, das der Autor als eines der letzten - dem Titel zufolge ist es sogar das letzte - der 25-Jährigen bezeichnet. Darin beschreibt die junge Mutter die Wirkung von Heroin, des Suchtstoffes, an dem sie letztlich starb. Ihre Mutter war im Jahr 2000 im Alter von 41 Jahren ebenfalls an der Droge gestorben. Auch Peaches Geldof sei dieser Tod prophezeit worden: "Sie sagten immer, dass mein Leben vorbestimmt sei: 'Sie wird wie ihre Mutter sterben'", sagte sie dem "Spectator Magazine".

Die Tochter des irischen Rockmusikers Bob Geldof war am 7. April in ihrem Haus bei Wrotham im englischen Kent tot aufgefunden worden. Die Obduktion der Leiche ergab, dass sie an einer Überdosis Heroin starb.

"Heroin ist eine so düstere Droge", soll sie dem Interviewer in einem Vorgespräch gesagt haben. Es mache sie immer so traurig, von Menschen zu hören, die eine Familie hatten und trotzdem von dieser Droge vollkommen vereinnahmt werden würden. "Alle Heroinabhängigen scheinen den gleichen tiefen Schmerz in sich zu tragen."

Die 25-Jährige erschien dem Interviewer William Todd Schultz nach eigener Aussage stabil. Sie habe lebendig gewirkt, witzig, klug, schreibt Schultz. Ihre Gedanken hätten geordnet gewirkt, sie seien ihr scheinbar mühelos - und unvernebelt - in den Sinn gekommen.

"Das war beängstigend"

Dabei berichtete Geldof auch von ihrer schwierigen Kindheit. "Wann immer ich einen Fehler machte, beobachteten mich nicht nur meine Eltern, sondern die gesamte Öffentlichkeit", sagte sie. "Das war beängstigend." Als Kind habe sie von dem Medienrummel um sich und die Familie nicht viel mitbekommen, an vieles könne sie sich auch gar nicht mehr erinnern. Lehrer hätten ihr immer gesagt, dass sie nichts besonderes sei - und sie dann doch anders behandelt als die übrigen Kinder in der Klasse.

Als sie sich dann Jahre später mit einer Kolumne im "Sunday Telegraph" selbst an die Medien wandte, sei sie sich häufig wie das Kind berühmter Eltern vorgekommen, das nun seine Meinung aufschreiben dürfe. Dass sie bald als Wortführerin ihrer Generation galt, habe sie nicht ernst genommen. Dennoch interessierte sie, was in anderen Zeitungen über sie geschrieben wurde. "Jeder der sagt, dass er die Artikel über sich nicht liest, lügt kategorisch. Du kannst nicht in der Öffentlichkeit stehen und nicht davon beeinflusst werden."

Zum Tode Peaches Geldof

vks

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Peaches
SonicTwen 20.06.2014
Einfach tragisch, das Ganze. Möge diese hübsche und intelligente Frau ihren Frieden gefunden haben. Schade, dass dies ihr im Leben nicht vergönnt war.
2. Die Paparazzi sind ein Geschwür!
Margot 357 21.06.2014
Ich kann mir gut vorstelle, dass es für ein Promikind ziemlich schwer sein muss, wenn alle und alles auf einen fokusiert ist. Unbeschwerte Kindheit ist da ein entfernter Traum. Es entsteht ein unsäglicher Druck, den einige mit Drogen zu entrinnen versuchen. Dem könnte man nur mit strengen Gesetzen beikommen, welche die Paprazzi zu hohen Strafen verdonnert!
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