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Katholische Kirche versus Madonna: "Subtile Attacken des Teufels"

Madonna auf den Philippinen: Das Teufelsweib Fotos
AP

Zum ersten Mal will Madonna auf den katholisch geprägten Philippinen auftreten. Kurz vor der Premiere warnt ein ranghoher Bischof seine Landsleute vor dem schillernden Gast.

Die Madonna ist in der katholischen Kirche für gewöhnlich eine Person heiliger Verehrung. Geht es jedoch um die weltliche Namensschwester, packt die Würdenträger im Episkopat stets aufs Neue der heilige Zorn.

"Blasphemie", so donnerte es aus dem Vatikan zum wiederholten Mal, als die amerikanische Sängerin 2006 mit Dornenkrone und Kreuzigungsszene ihre "Confessions Tour" bestritt. "Sie sollte exkommuniziert werden", sagte damals ein Kardinal. Madonna wurde katholisch erzogen und blieb Mitglied der Kirche.

Ein Teufelsweib

Zurzeit reist Madonna mit ihrer "Rebel Heart"-Tour durch Asien. Vor zwei Konzerten auf den erzkatholischen Philippinen haben die dortigen Bischöfe nun die Menschen vor dem Gast gewarnt. Madonnas Bühnenshows seien "subtile Attacken des Teufels", teilte Erzbischof Ramon Arguelles mit. Wer Gott liebe, solle "die Gelegenheit zu sündigen meiden".

Arguelles betonte, er frage sich, warum sein Land "der Lieblingsort für Gotteslästerung" sei. Er hatte bereits einen Auftritt von Lady Gaga im Jahr 2012 als "Satans Werk" bezeichnet. Die Bischöfe auf den Philippinen sind bekannt für ihre konservativen Positionen. Etwa 80 Prozent der 100 Millionen Bewohner des Inselstaates sind katholisch.

Madonna tritt zum ersten Mal auf den Philippinen auf. Vor ihrem ersten Konzert besuchte sie ein Heim für missbrauchte oder ausgesetzte Kinder und ein katholisches Waisenhaus. Die auf der Bühne gern provokant gekleidete Sängerin war in weite schwarze Kleider gehüllt.

Der US-Star habe mit den Kindern gespielt, getanzt und geplaudert, sagte die Leiterin des Heims, Lily Flordelis. "Die Kinder waren sehr glücklich, sie zu sehen."

sms/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 53 Beiträge
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1. Was ist Gotteslästerung?
knok 24.02.2016
Wie kann man sich über etwas lustig machen, was vermutlich nicht existiert und wenn es existieren würde selbst entscheiden könnte, ob man sich darüber lustig macht? Ich bin verwirrt...
2.
shran 24.02.2016
Tja. Man sieht mal wieder, alle Religionen tragen halt in gewissem Maß einen irren Wahnsinn in sich. Sry, aber bei solchen und ähnlichen Aussagen ist wirklich Spott und Kritik angebracht !
3. wohin man schaut,
rainerseiferth 24.02.2016
die Religionen und ihre eifrigen Glaubenskrieger sind die Problembären unserer Gegenwart.
4. Reden ist Silber, schweigen ist Gold
Untertan 2.0 24.02.2016
Bevor ein katholischer Bischof sich öffentlich äußert sollte er sich ernsthaft überlegen, ob Gott, so er existiert, wirklich einen Anwalt braucht...
5.
Sumerer 24.02.2016
Zitat von Untertan 2.0Bevor ein katholischer Bischof sich öffentlich äußert sollte er sich ernsthaft überlegen, ob Gott, so er existiert, wirklich einen Anwalt braucht...
Der Allmächtige benötigt Anwälte, weil Anwälte ihn benötigen. So schwierig ist das Geschäftsmodell nun auch wieder nicht zu verstehen!
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