Pippa Middleton über Walfleisch Gefundenes Fressen für Tierschützer

Bei einem Trip nach Norwegen hat Pippa Middleton Wal gegessen. Das Fleisch? Sehr lecker, befand die Schwester von Herzogin Catherine. Die Mahlzeit? Geschmacklos, urteilen Tierschützer. Bleibt die Frage, wie Pippa die Sache ihrem Schwager erklären soll.

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Geräuchertes Walcarpaccio, gefolgt von gesalzenem Kabeljau in Tomatensauce, dazu selbstgemachtes Brot: Bei einem Ski-Trip nach Norwegen musste Pippa Middleton nicht darben. Für den "Telegraph" hat die Schwester von Herzogin Catherine einen Reisebericht geschrieben und dabei die Verpflegung gelobt.

Die wenigen Worte über den Verzehr von Walfleisch bringen Middleton nun Kritik ein. Ihr Schwager Prinz William setzt sich seit Jahren für Tierschutz ein. Das allein hätte ausreichen sollen, um über das Essen von Walfleisch nachzudenken oder wenigstens nicht in den Medien darüber zu sprechen, sagte eine Sprecherin der Organisation Whale and Dolphin Conservation.

Middletons Worte seien enttäuschend, insbesondere, weil die 31-Jährige so prominent sei. Middleton wäre besser beraten gewesen, sich bei einer Ausfahrt lebende Wale anzuschauen. "Dann hätte sie vielleicht zweimal darüber nachgedacht, das grausame und unnötige Geschäft des Walfangs zu billigen und zu fördern."

Ähnliche Worte gab es aus Norwegen. Als Prominente habe Middleton eine besondere Verantwortung sicherzustellen, dass sie Tierquälerei nicht unterstütze, heißt es von der Tierschutzorganisation NOAH. Es sei ein wenig traurig, dass Middleton das Wohlergehen der Tiere offenbar nicht in Betracht gezogen habe.

In Großbritannien ließ die Tierschutzorganisation Peta verlauten, Middleton sei weder für gesunden Menschenverstand noch für Mitgefühl bekannt. Aber sie hätte wenigstens wissen können, dass Walfleisch in Großbritannien illegal sei und Norwegen wegen des Walfangs in der Kritik stehe. "Was kommt als nächstes, Pandasteak oder Elefantenhäppchen?"

Middleton hat sich bislang nicht zu der Kritik geäußert. Der Wal-Fauxpas könnte aber ihr nicht eben positives Image verfestigen: das eines Partygirls, das angesichts einer mäßig erfolgreichen Karriere als Autorin vor allem davon profitiert, dass die Schwester in die Königsfamilie eingeheiratet hat.

ulz

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