Royaler Generationenwechsel: Máxima, Königin der Grachten und des Sambas 

Prinzessin Máxima der Niederlande: Fröhlich wie ein Kanarienvogel Fotos
DPA

Mit Máxima bekommen die Niederländer eine lebensfrohe und herzliche Königin. Schon als Prinzessin hat sie frischen Wind in den Palast und auf Staatsbesuche gebracht: Sie tanzt in Brasilien Samba, schwimmt für wohltätige Zwecke durch Grachten und bezaubert mit stets neuen Hutkreationen.

Hamburg - In Europas Königshäusern steht ein Generationenwechsel an. Prinzessin Máxima wird Königin der Niederlande - und bringt vieles mit, was die neue Generation ausmacht: Die 41-Jährige ist selbstbewusst, lebensfroh und bürgernah, bringt Schwung, Farbe und Herzlichkeit in den Palast.

Seit 2002 ist Máxima mit Thronfolger Willem-Alexander verheiratet. Die Verbindung war anfangs nicht unumstritten, wegen Máximas Vater. Jorge Zorreguieta war zur Zeit der Militärdiktatur in Argentinien Ende der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre Mitglied der Regierung. An der royalen Hochzeit durfte er nicht teilnehmen. Auch zur Krönungsfeier wollen die Eltern nicht kommen.

Doch die attraktive und bodenständige Bürgerliche hat die Herzen der Niederländer erobert: Bei Meinungsumfragen kann der Prinz seiner Frau nie das Wasser reichen, niemand ist in Holland populärer als die schöne und temperamentvolle Gattin. Kein Wunder, dass die Niederländer es mit Begeisterung aufnahmen, dass Prinzessin Máxima künftig ebenfalls den Titel einer Königin tragen darf.

Nicht zuletzt ihr ist es zu verdanken, dass frischer Wind ins Königshaus kam. Im November schaffte es Máxima während des fünftägigen Brasilienbesuchs nicht nur Handelsmissionen zu besichtigen und Politikerhände zu schütteln - sie schwang auch zu Samba-Rhythmen die Hüften.

Im September schwamm die Prinzessin durch die trüben Amsterdamer Grachten. Für einen guten Zweck: Im schwarz-roten Neoprenanzug und mit orangefarbener Bademütze ging Máxima an den Start, um zusammen mit rund tausend Niederländern Geld für den Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) zu sammeln. Máxima absolvierte die 2028 Meter in rund 50 Minuten und wurde am Ziel von ihrem Mann und den drei Töchtern empfangen. Anschließend wimmelte es auf Twitter von Komplimenten: "Máxima ist die tollste Prinzessin", hieß es dort unter anderem.

Doch sie hängt auch noch an ihrer Heimat. So reiste sie Weihnachten 2012 ein paar Tage vor ihrem Mann und ihren Kindern nach Argentinien, um Freundinnen und Verwandte in Buenos Aires zu besuchen, wo sie seit fünf Jahren nicht gewesen war. Zum dritten Man verbrachte die royale Familie die Weihnachtsferien in Argentinien, auf dem Programm standen naturverbundene Freizeitbeschäftigungen wie wandern, fischen, reiten und segeln. "Das Zusammensein mit der Familie ist besonders wichtig", sagte Willem-Alexander Journalisten bei einem öffentlichen Auftritt der Royals.

siu

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