Präsidentschaftswahlkampf Dennis Hopper wechselt das Lager

Eine Filmlegende wirft ihre Prinzipien über den Haufen: Dennis Hopper, stets auf Seiten der Republikaner, hofft nun darauf, dass Barack Obama die US-Präsidentschaftswahl gewinnt - und greift zu übermächtigen Hilfsmitteln.


Paris - Er hat stets für den republikanischen Kandidaten gestimmt, jetzt wird Dennis Hopper seinen politischen Prinzipien untreu: Diesmal "bete ich zu Gott, dass Barack Obama gewählt wird", verkündete der Regisseur und Schauspieler am Montag in Paris, wo er die ihm gewidmete Ausstellung der Cinémathèque eröffnete.

Er habe bereits für den Republikaner Ronald Reagan gestimmt, "obwohl ich nie sein Fan war - weder als Schauspieler noch als Präsident", und später habe er seine Stimme sowohl George Bush als auch dessen Sohn, Amtsinhaber George W. Bush, gegeben. Nun aber wolle er die Demokraten wählen - Grund seien die "unzähligen inakzeptablen Lügen" George W. Bushs.

"Ich war der erste in meiner Familie, der für die Republikaner war", erläuterte Hopper. Allerdings sei er ein großer Bewunderer des dritten Präsidenten der Vereinigten Staaten, Thomas Jefferson, "der unsere Unabhängigkeitserklärung verfasst hat und sagte, damit eine Demokratie funktioniert, muss es alle 20 Jahre einen politischen Wechsel geben".

Hopper erlangte 1969 mit seinem Roadmovie "Easy Rider" Weltruhm, für das er in Cannes seinerzeit mit dem Preis für das beste Erstlingswerk ausgezeichnet wurde.

jjc/AFP



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