Missbrauchsvorwurf von Amerikanerin Rückendeckung für Prinz Andrew

Prinz Andrew bekommt Unterstützung von seinem Unternehmerfreund Jeffrey Epstein: Der Vorwurf einer Amerikanerin, sie sei als Teenager von dem Prinzen missbraucht worden, sei falsch. Auch ein anderer Skandal-Royal springt dem 54-Jährigen bei.

DPA

London - Ärger im Altherrenclub: Eine Amerikanerin behauptet vor einem Gericht im Florida, sie sei als 17-Jährige von dem US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein zu sexuellen Handlungen mit Prinz Andrew gezwungen worden. Der Buckingham-Palast dementierte jegliche Verbindung des Herzog von Yorks zu dem Fall. Und nun haben auch Epsteins Anwälte den Vorwürfen widersprochen.

Die Anschuldigungen seien wieder aufgewärmt, zitiert der britische "Guardian" Epsteins Anwalt. Es handele sich um eine Taktik der Gegenseite; deren Anwälte wollten einem seit Längerem laufenden Prozess mit der Nennung prominenter Namen neue Würze verleihen.

Der 61-jährige Epstein war 2008 zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben. Prinz Andrew, bis 2011 offizieller Außenhandelsbeauftragter der britischen Regierung, hatte lange eine enge Freundschaft zu Epstein gepflegt. Schon damals machten Gerüchte über Pool-Partys mit Minderjährigen die Runde. Der Prinz verlor schließlich seine Repräsentantenrolle.

Angesichts der schweren Vorwürfe brach der 54-jährige Sohn von Queen Elizabeth nun seinen Urlaub in der Schweiz ab. Laut "Guardian" spricht er derzeit in London mit seinen Beratern über die kommenden Schritte.

Unterdessen sprang auch Sarah Ferguson ihrem ehemaligen Gatten bei. Die beiden pflegen Andrew zufolge trotz Scheidung ein freundschaftliches Verhältnis. "Er ist ein großartiger Mann, der beste Mann der Welt", sagte die 55-Jährige der britischen "Daily Mail". Die Vorwürfe kommentierte Ferguson allerdings nicht direkt.

Lesen Sie hier eine Einordnung der Geschehnisse.

Missbrauchsvorwurf gegen Prinz Andrew

gam

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