Antarktis-Expedition Prinz Harry erreicht den Südpol

Eine Südpol-Expedition um Prinz Harry hat nach tagelangem Marsch durch die Antarktis ihr Ziel erreicht. Mit seinem Team war der 29-Jährige Anfang Dezember im Rahmen einer Charity-Aktion aufgebrochen.

AP/wwtw

London/Hamburg - Nach tagelangem Marsch durch die Antarktis ist Prinz Harry mit einigen Begleitern am geografischen Südpol angekommen. Im Rahmen einer Charity-Aktion für Kriegsversehrte ("Walking with the Wounded") war Harry am 1. Dezember zusammen mit drei Teams aus Großbritannien, den USA sowie einer kanadisch-australischen Mannschaft zu einem 260 Kilometer langen Marsch über das ewige Eis gestartet.

Die eigentlich als Wettlauf gedachte Expedition musste jedoch aufgrund von Wetterbedingungen verändert werden. Die Teams liefen fortan gemeinsam. Einen Teil der Strecke wurden die erschöpften Teilnehmer wegen des schwierigen Untergrundes gefahren. Die Expedition war von Anfang an von ungünstigem Wetter beeinflusst. Während der Tour herrschten teils Temperaturen von minus 35 Grad Celsius.

Am Mittwoch hatte Harry bereits angekündigt, dass sie kurz vor ihrem Ziel seien. "Noch einen halben Tagesmarsch am Freitag und wir werden den Südpol am Freitag, den 13. erreichen. Für manche bedeutet der Tag Unglück, für uns Glück." Alle Teilnehmer seien in Hochstimmung.

Bei ihnen handelt es sich - mit Ausnahme von Harry - um Soldaten, die im Kriegseinsatz schwer verwundet worden waren. Harry selbst war laut BBC zweimal als Pilot der britischen Army in Afghanistan stationiert. Schwer verwundet wurde er nie, doch mit ihm bekam das Projekt die nötige Aufmerksamkeit.

Die Nummer vier der britischen Thronfolge hatte im Jahr 2011 bereits an einer Expedition zum Nordpol teilgenommen. Er konnte aber nicht bis zum Ziel mitlaufen, weil er bei der Hochzeit seines Bruders William als Trauzeuge gebraucht wurde. Dieses Mal hätte ihn fast ein gebrochener Zeh aus dem Rennen geworfen.

rls/dpa/AFP



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