Berlin - Mit vollem Namen heißt er Henry Charles Albert David Mountbatten-Windsor, das Volk kennt ihn als Prinz Harry of Wales - in der Truppe heißt er angeblich nur: Big H. Und Big H. soll nun seinen ersten tödlichen Einsatz in Afghanistan hinter sich haben. Das zumindest schreibt die britische Boulevardzeitung "The Sun".
Nach Angaben des Blattes war Prinz Harry, 28, bei einem Luftangriff in der unsicheren Provinz Helmand im Süden des Landes dabei, als Co-Pilot in einem Apache-Kampfhubschrauber. Der Helikopter war demnach mit anderen von Bodentruppen als Unterstützung bei der Verfolgung eines hochrangigen Taliban-Kommandeurs angefordert worden.
Der Apache habe schließlich einige "Hellfire"-Raketen abgeschossen und das Ziel getroffen - am Drücker soll Prinz Harry selbst gesessen haben. "Wir hörten über Funk diese noble Stimme und wussten, das ist Big H.", zitiert die "Sun" eine ungenannte Quelle aus dem Militärapparat. Diese Quelle meint auch: "Big H. ist eine Legende."
Der Einsatz habe bereits Ende Oktober stattgefunden, heißt es in dem Bericht weiter. Der Prinz sei regelmäßig bei Kampfeinsätzen seiner Apache-Einheit dabei. Captain Harry Wales, wie er offiziell in der Armee heißt, ist seit einigen Monaten in Afghanistan stationiert, ein erster, geheimer Einsatz am Hindukusch war 2008 nach kurzer Zeit wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen worden.
Eine offizielle Bestätigung für Harrys Beteiligung an dem Abschuss gibt es nicht. Für entsprechende Berichte in britischen Boulevardmedien gebe es keinerlei belastbare Hinweise, hieß es laut Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen.
phw
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