Beziehung mit Meghan Markle Prinz Harry rechnet mit Medien und "Social-Media-Trollen" ab

Lange wurde gemunkelt: Sind Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle ein Paar? Jetzt kam eine Bestätigung von Harry, die eigentlich eine Abrechnung mit den Boulevardmedien ist.

Getty Images

Wochenlang wurde beinahe täglich über die neue Liebe von Prinz Harry spekuliert. Jetzt kam die Bestätigung der Beziehung zu US-Schauspielerin Meghan Markle - allerdings in ungewohntem Gewand: In einer seiner sehr seltenen Stellungnahmen wehrte sich der Prinz gegen die Einmischung der Medien in sein Privatleben.

"Seine Freundin Meghan Markle ist Opfer einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen geworden", heißt es in einem Statement von Harrys Sprecher. Seit Wochen berichten britische Medien über die Beziehung der 35-jährigen Mimin mit dem 32-jährigen Enkel von Queen Elizabeth II.

"Einiges davon wurde sehr öffentlich abgehandelt - die Hetzkampagne auf der Titelseite einer nationalen Zeitung, die rassistischen Untertöne in Kommentaren; und der unverblümte Sexismus und Rassismus der Social-Media-Trolle sowie bestimmter Kommentare im Web."

In der vergangenen Woche sei eine rote Linie überschritten worden, heißt es in der Mitteilung. Reporter hätten versucht, in die Wohnung Markles einzudringen, hätten ihren Ex-Freunden Geld für Informationen geboten, hätten nahezu jeden Freund und Arbeitskollegen mit Anfragen bombardiert. Prinz Harry sorge sich um die Sicherheit seiner Freundin und habe sich deshalb entschieden, die für ihn ungewöhnliche Mitteilung zu veröffentlichen.

Der Kensington Palast bezog sich in seiner Stellungnahme nicht auf konkrete Veröffentlichungen. Wie der "Guardian" berichtet, hatte die Boulevardzeitung "The Sun" Markle mit einem Video auf einer Pornoseite in Verbindung gebracht. In einem anderem Blatt wurde demnach über die Vorzüge ihrer "exotischen DNA" geschrieben - Markles Mutter ist Afroamerikanerin.

"Dies ist kein Spiel"

Harry und sein älterer Bruder William, der Zweite in der britischen Thronfolge, haben von jeher eine angespannte Beziehung zur Presse. Ihre Mutter Prinzessin Diana, starb 1997 in Paris bei einem Autounfall, als sie von Paparazzi auf Motorrädern verfolgt wurde.

Der Royal kenne die Haltung gewisser Leute, dass er aufgrund seiner exponierten Stellung mit der Öffentlichkeit leben müsse, dass es ein "Teil des Spiels sei", heißt es in der Stellungnahme weiter. "Da ist er vollkommen anderer Meinung. Dies ist kein Spiel - es ist ihr Leben und seins."

Meghan Markle wurde in Los Angeles geboren und durch die TV-Serie "Suits" bekannt, in der sie die Rolle einer Anwaltsgehilfin spielte. Sie studierte Theaterwissenschaften und Internationale Beziehungen an der Northwestern University, einer privaten Hochschule im US-Bundesstaat Illinois. Markle war von 2011 bis 2013 mit dem Filmproduzenten Trevor Engelson verheiratet. Bei einem Kanada-Besuch Harrys im Mai sollen sich Markle und der Prinz kennengelernt haben.

ala/Reuters

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.