Queen-Jubiläum: Erkrankung von Prinz Philip überschattet Feierlichkeiten

Schlechte Nachrichten für die Queen: Elizabeth II. muss den Rest der Feierlichkeiten zu ihrem Diamantenen Thronjubiläum ohne Unterstützung ihres Ehemannes Prinz Philip auskommen. Der 90-Jährige liegt mit einer Blasenentzündung im Krankenhaus.

Thonjubiläum in London: Sorgenkind Prinz Philip Fotos
REUTERS

London - Prinz Philip verpasst einen Großteil der Feiern zum Diamantenen Thronjubiläum seiner Frau. Der Mann von Königin Elizabeth II. ist mit einer Blasenentzündung in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert worden. Es handele sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte der Buckingham Palast mit.

Philip hatte am Sonntag den ganzen Nachmittag während einer Schiffsparade an der Seite der Queen an Deck eines Themse-Bootes gestanden. Der Standplatz war zwar überdacht, jedoch blies ein kalter Wind und die Temperaturen erreichten kaum zehn Grad Celsius.

Der 90-Jährige wird nun weder das große Konzert vor dem Palast am Montagabend an der Seite seiner Frau erleben können, noch den Dankgottesdienst am Dienstag in der St.-Paul's-Kathedrale mit anschließender Kutschfahrt durch die Innenstadt. Auch auf dem traditionellen Familienfoto auf dem Balkon des Buckingham Palastes wird Philip - seit fast 65 Jahren mit Elizabeth verheiratet - fehlen. Prinz Philip sei enttäuscht, den Rest der Feierlichkeiten zu verpassen, teilte der Buckingham Palast mit.

Der Prinzgemahl hatte bereits Weihnachten nicht mit seiner Familie verbringen können. Damals war er wegen eines verstopften Herzkranzgefäßes operiert worden.

Picknick und Popmusik

Für die Queen gingen die Feierlichkeiten am Montag wie geplant weiter. Nach der großen Schiffsparade auf der Themse sind der Platz und die Prachtstraße vor dem Buckingham Palast in eine gigantische Open-Air-Konzertarena verwandelt worden. Am Abend sollten dort Stars wie Paul McCartney, Tom Jones, Elton John, Kylie Minogue, Cliff Richard und Shirley Bassey für die britische Königin singen.

Schon ab dem Vormittag sicherten sich Tausende einen Platz gleich außerhalb der Arena vor großen Bildschirmen. Viele von ihnen waren in den Nationalfarben gekleidet oder mit dem blau-weiß-roten "Union Jack" ausgestattet. Die Karten für das Konzert waren heiß begehrt, wurden aber nur an ausgewählte Hilfsorganisationen verteilt und verlost.

Am Montagnachmittag waren 12.000 Menschen zu einem großen Picknick im Garten des Palastes eingeladen. Daran nahm die Königin allerdings nicht teil, sondern schickte stattdessen ihre Enkelinnen Eugenie und Beatrice.

Rund um den Globus wurden der Queen zu Ehren in Ländern des Staatenbundes Commonwealth Leuchtfeuer angezündet. Den Anfang machte Neuseeland, weiter ging es in Tonga. Mit Einbruch der Dunkelheit sollte die Flammenkette aus insgesamt 4200 Feuern Großbritannien erreichen. Die letzte Fackel wollte die Queen selber am späten Abend in London anzünden.

wit/dpa/AFP

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