London - Das Spektakel sollte perfekt sein. Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in London kam Queen Elizabeth II. nicht einfach ins Stadion gelaufen, nein, sie kam aus der Luft geflogen. So sollte es zumindest aussehen. Neben James Bond sprang auch ein Double samt Fallschirm aus einem Helikopter, wenig später tauchte dann die echte Hoheit im identischen Kleid in dem Stadion auf. Ein großer Auftritt.
Dass die Täuschung funktionierte, lag auch an der Arbeit von Angela Kelly. Sie ist seit Jahren Chef-Designerin der britischen Königin und entwarf die beiden rosafarbenen Olympia-Kleider unter strengster Geheimhaltung. Doch nun plaudert Kelly in ihrem Buch "Dressing The Queen: The Jubilee Wardrobe" - der Kalauer sei an dieser Stelle verziehen - aus dem Nähkästchen.
Monatelang hätte die Arbeit an den Kleidern gedauert, zitiert die "Huffington Post" Kelly. Selbst die königlichen Schneider wussten demnach nicht, wozu sie zwei identische Modelle anfertigen sollten.
Eine Eigenheit der Queen betrifft ihren Kopf: "Nach 18 Uhr trägt sie für gewöhnlich keine Hüte mehr", schreibt Kelly in dem Buch. "Sie trägt dann eine Kopfbedeckung und zum abendlichen Staatsbankett ein Diadem." Dabei habe sie eine Vorliebe für die "Girls of Great Britain and Ireland"-Tiara, die ihre Großmutter 1893 zur Hochzeit bekommen hatte. Zu den bekanntesten Entwürfen von Kelly gehört unter anderem das gelbe Kleid, das die Queen bei der Hochzeit ihres Enkels William getragen hat.
Ihr Buch über die Garderobe der Queen hat Kelly mit der Erlaubnis ihrer Chefin geschrieben, das Werk erscheint im Rahmen des Thronjubiläums von Elizabeth II. Die Königin ist "genügsam und sehr sparsam", zitiert "The Daily Beast" aus dem Buch. Zudem nehme sie auch Unannehmlichkeiten in Kauf, wenn es darauf ankomme, gut auszusehen.
aar
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