Queen Mum Millionenerbe für William und Harry

Die britische Königinmutter hinterlässt knapp 60 Millionen Pfund (97 Millionen Euro). Einen Großteil davon sollen jetzt ihre Urenkel bekommen - aber nicht sofort.


Bekommt 6,5 Millionen Pfund: Prinz William
AP

Bekommt 6,5 Millionen Pfund: Prinz William

London - 1994 legte "Queen Mum" 19 Millionen Pfund in einem Treuhandfonds an, um die Erbschaftssteuer in Höhe von 40 Prozent zu sparen. Die Wette auf ein langes Leben hat sich einem Bericht des "Express" vom Montag zufolge ausgezahlt: Denn steuerfrei ist das Vermögen jetzt nur, weil sie danach noch mindestens sieben Jahre lebte.

Sie hat verfügt, dass aus diesem Vermögen die Prinzen William, 19, und Harry, 17, jeweils 2,5 Millionen Pfund bekommen, sobald sie 21 Jahre alt sind. Wenn sie 40 sind, erhält jeder weitere vier Millionen Pfund. Ihre anderen Ur-Enkel Zara und Peter Phillips (von Prinzessin Anne) sowie Beatrice und Eugenie (von Prinz Andrew) sollen sechs Millionen Pfund teilen. Auch die Kinder von Sarah Chatto und Viscount Linley (von Prinzessin Margaret) werden bedacht.


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Der Schmuck von "Queen Mum" geht einem Bericht des "Mirror" zufolge im Wesentlichen an ihre Tochter, Königin Elizabeth II. Ihr einziges privates Haus, das schottische Schloss Mey, werde vermutlich an Peter Phillips vererbt. Prinz Charles und Prinzessin Anne werden dem Bericht zufolge auch erben, vermutlich persönliche Gegenstände oder Teile der exquisiten privaten Kunstsammlung. Prinz Charles wird möglicherweise aus dem St. James's-Palast in London, den er jetzt bewohnt, in das benachbarte Clarence House, den bisherigen Wohnsitz der Königinmutter, umziehen.

"Queen Mum" erhielt jedes Jahr 643.000 Pfund (eine Million Euro) aus der Staatskasse auf dem Weg über die so genannte Civil List, die von der Königin verwaltet wird. Doch reichte dieser Betrag nicht einmal aus, um die mehr als 80 Beschäftigten und die Unterhaltskosten für ihre Häuser zu bezahlen. 1999 wurde bekannt, dass sie bei der Hausbank des Königshauses, Coutts, mit vier Millionen Pfund in der Kreide stand. "Queen Mum" hat einem Bericht des "Express" zufolge in den vergangenen Jahren größere Beträge von der Königin und von Prinz Charles bekommen, um ihre laufenden - hohen - Kosten zu decken.



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