Rätselhafter Todesfall Ermittlungen gegen Heath Ledgers Ärzte

Er starb an einem Medikamenten-Cocktail aus Valium, Hustenblocker und Schmerzmitteln gegen Angstzustände: Nun laufen Ermittlungen gegen zwei Ärzte, in deren Behandlung Heath Ledger kurz vor seinem Tod war.


Hamburg - Die Obduktion hatte ergeben, dass der Schauspieler nicht an einer Überdosis Drogen starb: Nun überprüft die amerikanische Drogen- und Arzneimittelbehörde im Zusammenhang mit Ledgers Tod einen Arzt in Kalifornien und einen weiteren in Texas, berichtet das US-Magazin "People".

Laut Autopsie starb der 28-Jährige zufällig an einer tödlichen Mischung aus verschreibungspflichtigen Medikamenten. Unter den nachgewiesenen Wirkstoffen waren auch das Schmerzmittel Oxycodon, der Hustenblocker Hydrocodon, Diazepam oder Valium, Temazepam gegen Angstzustände und Schlaflosigkeit und das Schlafmittel Doxylamin.

"Wir ermitteln gegen die Ärzte in Los Angeles und Texas in Bezug auf die Arznei, die Ledger verschrieben wurde", zitiert "People" einen Informanten. Unklar ist, ob auch wegen eines Fehlverhaltens ermittelt wird: "Die Beamten haben die Ärzte diese Woche besucht. Wir warten das Ergebnis ihrer Ermittlungen ab." Unter anderem soll geklärt werden, ob die ärztlichen Verschreibungen überhaupt legal waren, schreibt "Daily News".

Ledger war am 22. Januar von seiner Masseurin tot in seinem New Yorker Apartment gefunden worden. Freunde und Angehörige des Schauspielers sagten, Ledger sei weder drogen- noch medikamentenabhängig gewesen.

Er soll jedoch unter Schlafstörungen gelitten haben. In den frühen Morgenstunden, zwischen 6 und 7 Uhr, sei er oft im Washington Square Park beim Spazierengehen gesehen worden, berichtete "People" kurz nach Ledgers Tod und zitierte einen Anwohner, der den jungen Schauspieler dort öfter getroffen hatte.

Ledger habe immer gesagt, er habe Probleme mit dem Schlafen, er sei aber trotzdem hundemüde, sagte der Anwohner. "Und so sah er auch aus."

jjc



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