Marke van der Vaart "Rafael und Sylvie haben voneinander profitiert"

Was ist der Wert einer Ehe? Und was der Wert einer Promi-Ehe? Sylvie und Rafael van der Vaart sind längst mehr als ein Paar, sie sind eine Marke. Diese könnte selbst die Trennung unbeschadet überstehen, sagt Markenexperte Henrik Sattler - wenn die beiden einige Spielregeln beachten.

dapd

SPIEGEL ONLINE: Professor Sattler, was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie den Namen van der Vaart hören?

Sattler: Erst mal ein hervorragender HSV-Fußballer. Aber eine zentrale Assoziation ist auch Sylvie. Der Glamouraspekt ist bei den van der Vaarts größer als bei anderen ähnlich guten Spielern. Die van der Vaarts wurden mit den Beckhams verglichen, und diese Vergleiche sind berechtigt, wenn auch mit Abstrichen.

SPIEGEL ONLINE: Wofür steht die Marke "van der Vaart" aus Marketing-Sicht?

Sattler: Für Beliebtheit und sehr hohe Aufmerksamkeit bei einem breiten Publikum.

SPIEGEL ONLINE: Das Traumpaar, das sich auch abseits des Platzes zu vermarkten und zu inszenieren weiß?

Sattler: Ja, ganz bestimmt. Eine wesentliche Motivation, Rafael noch einmal zum HSV zu holen, war der Starfaktor jenseits des Fußballs.

SPIEGEL ONLINE: Ist die Marke van der Vaart durch die Trennung beschädigt?

Sattler: Da muss man zwischen kurzfristigen und langfristigen Folgen unterscheiden. Kurzfristig hat diese Trennung ein erhebliches Medienecho. Insofern nutzt sie sogar: Sie bindet die Aufmerksamkeit des Publikums.

SPIEGEL ONLINE: Und langfristig?

Sattler: Die Trennung führt nicht automatisch zum Absturz der Marke. Aber die van der Vaarts wurden immer mit einer heilen Welt assoziiert. Dieses spezielle Image wird schwer aufrecht zu erhalten sein, da passt eine Trennung einfach nicht. Und sollte sie dauerhaft sein, wird es schwierig, den Starfaktor zu erhalten: Rafael und Sylvie haben beim Markenwert voneinander profitiert. Ihr half es, dass er einer der bekanntesten Bundesliga-Spieler ist; und ihm half es, dass sie auf der Tribüne saß.

SPIEGEL ONLINE: Wie wichtig ist die Art der Berichterstattung über die Trennung?

Sattler: Sie ist extrem wichtig. Es macht einen großen Unterschied, ob das Ganze als Rosenkrieg rüberkommt oder - wie es jetzt aussieht - als gütliche Einigung. Das macht es unwahrscheinlich, dass der Markenwert erheblich beschädigt wird.

SPIEGEL ONLINE: Die Trennung ist von den van der Vaarts also gut kommuniziert worden?

Sattler: Naja, immerhin haben sie es geschafft, dass relativ wenig Negatives berichtet wird. Ich finde das bemerkenswert, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er offenbar seine Frau geschlagen hat. Das ließe sich medial auch ganz anders aufziehen. Dass es nicht so ist, kann man aus deren Sicht schon als Punktsieg verbuchen.

SPIEGEL ONLINE: Das Werk zweier Medienprofis?

Sattler: Sie haben es gut gemacht, aber ich kann nicht glauben, dass das alles inszeniert ist und sie schon seit geraumer Zeit vorhatten, sich zu trennen. Dann wäre es extrem unklug gewesen, noch vor wenigen Tagen ein Familienfoto zu veröffentlichen.

SPIEGEL ONLINE: Was würden Sie empfehlen, um die Marke van der Vaart möglichst unbeschadet aus der Sache zu retten?

Sattler: Rafael und Sylvie van der Vaart sollten weitermachen wie bisher: wenn schon Trennung, dann sauber und ohne Nachtreten. Bislang standen sie immer für Harmonie, da passt es, wenn man sich auch einvernehmlich trennt. Viel besser kann es für die van der Vaarts angesichts der Umstände gar nicht laufen.

Das Interview führte Benjamin Schulz



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insgesamt 58 Beiträge
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Seite 1
fatherted98 02.01.2013
1. Eben gerade...
...die Meldung in BILD: "Die schöne Moderatorin wurde heute vormittag in Hamburg auf dem Weg ins Fitnessstudio gesichtet. Die Frischgetrennte versteckte ihre Augen hinter einer großen Sonnenbrille, sah bedrückt aus – an ihrer Seite Freundin Sabia....." Sicherlich sah sie nur bedrückt aus, weil die eine Gesichtshälfte noch vom Schlag gelähmt ist....leider ist ja nicht überliefert ob es ein direkter Frontal-Treffer oder eine seitliche Klatsche war...kommt sicher noch. Der Schönheit hat es jedenfalls keinen Abbruch getan. Der Noch Mann macht ab heute einen Benimm-Kurs in Abu Dahbi...die können dort besonders gut mit störischen Ehefrauen umgehen...vielleicht muss Sylvie nach seiner Rückkehr konvertieren und unter den Schleier....das wäre aber schade.... Da fällt mir ein...hoffentlich hat er ihr nicht die Kauleiste ruiniert...gerade jetzt wo sie so schöne Werbung für elektrische Zahnbürsten macht....wäre doch echt tragisch...Soni-Care ohne Zähne...
josseff 02.01.2013
2. SPIEGEL konkurriert mit BILD
Zitat von sysopdapdWas ist der Wert einer Ehe? Und was der Wert einer Promi-Ehe? Sylvie und Rafael van der Vaart sind längst mehr als ein Paar, sie sind eine Marke. Diese könnte selbst die Trennung unbeschadet überstehen, sagt Marken-Experte Henrik Sattler - wenn die beiden einige Spielregeln beachten. http://www.spiegel.de/panorama/leute/rafael-und-sylvie-van-der-vaart-marken-experte-ueber-ehepaar-a-875430.html
Diese story ist so langweilig, dass SPON wirklich hätte darauf verzichten sollen.
Niamey 02.01.2013
3. Ist ein Sack Reis eine Marke?
Zitat von sysopdapdWas ist der Wert einer Ehe? Und was der Wert einer Promi-Ehe? Sylvie und Rafael van der Vaart sind längst mehr als ein Paar, sie sind eine Marke. Diese könnte selbst die Trennung unbeschadet überstehen, sagt Marken-Experte Henrik Sattler - wenn die beiden einige Spielregeln beachten. http://www.spiegel.de/panorama/leute/rafael-und-sylvie-van-der-vaart-marken-experte-ueber-ehepaar-a-875430.html
Und wenn ja, wer glaubt an so einen Blödsinn? T'schuldigung, ich vergaß, das intellektuelle Niveau in deutschen Wohnzimmern ist ja in den letzten Jahren auf Höhe einer Illustriertendicke (z.B. Gala etc.) und das Gehirn der Leserinnen, auf das einer Erbse geschrumpft ;-)
siwola 02.01.2013
4. Die Trennung ist nicht die schlimme Nachricht....
...sondern die Tatsache, dass Frau van der Vaart jetzt noch mehr Zeit und Gelegenheit hat, uns in drittklassigen Castingshows als Jurymitglied den letzten Fernsehnerv zu rauben....
forever 02.01.2013
5.
War ja zu erwarten. So eine Ehe kann nicht gutgehen:) Ne, jetzt mal im Ernst: für mich kam das voll unerwartet.
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