Berlin - "Ab 1. Mai wird zurückgeschossen": Wenn einer mit diesem Satz für sein Album "Neue deutsche Welle" wirbt, ist dann die Frage erlaubt, ob rechts an ihm noch einer vorbeirappt?
Der Berliner Musiker Fler behauptet nun in einem Interview, sich um die deutsche Sprache verdient gemacht zu haben. "Wir Rapper werden immer als dumme Proleten abgestempelt, das finde ich schade", sagte er dem Magazin "Kulturnews". Die Musiker hätten den Sprachgebrauch erfreulich erweitert.
"Die Leute trauen sich jetzt Wörter wie 'Arschfick' in den Mund zu nehmen", sagte er. Es gebe aber noch Verbesserungsbedarf. "Leider sind die Deutschen immer noch sehr gehemmt. Du kannst nicht einfach Wörter wie 'Blitzkrieg' in den Mund nehmen. Das gibt gleich Ärger, obwohl es ein geiles Wort ist", sagte er.
Fler, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky heißt, hat kürzlich seine Autobiografie "Im Bus ganz hinten" veröffentlicht. Der 29-Jährige gehörte lange zum HipHop-Label Aggro Berlin.
jbr/dapd
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