Basketball-Star Michael Jordan "Ich war gegen alle Weißen"

Michael Jordan - ein Rassist? In einer Biografie erinnert sich die Basketball-Legende zumindest daran, in seiner Jugend "gegen alle Weißen" gewesen zu sein. Erst seine Mutter sorgte für ein Umdenken des Sportstars.

AP

Charlotte - Michael Jordan gilt als einer der größten Basketball-Stars, die es je gab. Er gewann sechsmal den Titel in der nordamerikanischen Basketballliga NBA, 2009 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen, die Ruhmeshalle des Sports.

Doch der Weg zum Superstar war hart für Jordan. Wie hart, das beschreibt nun eine neue Biografie über den ehemaligen Basketballer. In "Michael Jordan: The Life" von Ronald Lazenby spricht der 51-Jährige über seine Erlebnisse mit Rassismus in seiner Jugend in North Carolina.

Speziell berichtet Jordan von einem Zwischenfall im Jahr 1977: Damals wurde er von der Schule suspendiert, weil er ein Mädchen, das ihn aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt hatte, mit einer Flasche bewarf. "Ich war wirklich rebellisch", erinnert sich der Basketballer. Das berichten mehrere US-Medien.

Die Anfeindungen gingen nicht spurlos an ihm vorbei, auch in Jordan selbst wuchs offenbar der Hass: "Ich hielt mich in dieser Zeit für einen Rassisten. Im Grunde war ich gegen alle weißen Menschen", erzählt er in dem Buch. Erst seine Mutter habe ihn überzeugt, dass er nicht so hasserfüllt durchs Leben gehen könne.

Jordan zeigte sich in der jüngeren Vergangenheit als erbitterter Gegner von Rassismus. Zum Skandal um den Besitzer des NBA-Teams Los Angeles Clippers, Donald Sterling, sagte Jordan: "Als früherer Spieler bin ich völlig empört. Es gibt keinen Platz für den Rassismus und Hass, den Sterling verbreitet - weder in der NBA noch irgendwo sonst."

bka

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
dennis x 07.05.2014
1. optional
Wer kann's ihm übel nehmen in einem Land, in dem noch heute schwarze diskriminiert werden.
alohas 07.05.2014
2.
Zunächst einmal ist Rassismus relativ normal. Der Mensch als visuell geprägtes Wesen versucht andere, aufgrund äußerer Merkmale zu- und einzuordnen. Rassische Merkmale sind nun mal sehr auffällig. Problematisch wird es nur dann, wenn diese Merkmale zu stereotyp ausgelegt werden, zu erheblicher Ab- und Ausgrenzung oder gar zu Gewalt führen. Gründe für die Ablehnung von Menschen anderer Rassen gibt es viele, oft ist es tatsächlich die von diesen erfahrene Ausgrenzung oder Ablehnung, sowie sonstige negative Erfahrungen, allerdings nicht nur bei nicht-weißen Rassisten.
alohas 07.05.2014
3.
Zitat von dennis xWer kann's ihm übel nehmen in einem Land, in dem noch heute schwarze diskriminiert werden.
Glauben Sie, das sei in anderen Ländern anders? Diese Abgrenzung gibt es immer, wenn Menschen verschiedener Rassen aufeinander treffen - und zwar auf beiden Seiten.
cato. 07.05.2014
4. ...
Zitat von dennis xWer kann's ihm übel nehmen in einem Land, in dem noch heute schwarze diskriminiert werden.
Gratuliere damit haben sie allen Rassisten eine Generalamnestie ausgesprochen, denn alle Ethnien erfahren Diskriminierung entweder von staatlicher Seite oder durch gesellschaftliche Gruppen nicht nur in den USA, sondern auch in allen anderen Teilen der Welt.
Zapallar 07.05.2014
5.
Zitat von dennis xWer kann's ihm übel nehmen in einem Land, in dem noch heute schwarze diskriminiert werden.
Genau, so diskriminiert, daß dort NIE ein schwarzer Präsident werden wird!
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