Klage gegen Verleger Rebel Wilsons Imagekampagne

Ein australischer Verlag soll Artikel publiziert haben, in denen Rebel Wilson als Lügnerin dargestellt wird. Das soll die Schauspielerin um mehrere Filmrollen gebracht haben.

AP

Im Film tun die von Rebel Wilson gespielten Figuren oft Dinge, die eher schlecht fürs Image sind. Im wahren Leben achtet die Schauspielerin darauf, dass ihr Ruf keinen Schaden nimmt. Wilson verklagt einen australischen Verlag wegen Rufschädigung. In einer Reihe von Artikeln sei sie als notorische Lügnerin dargestellt worden - das habe sie einige Filmrollen gekostet, behauptet Wilson.

Wilsons Anwältin Renee Enbom sagte vor Gericht, sie werde Beweise dafür vorlegen, dass die Artikel von "Bauer Media" zu Vertragsbrüchen geführt hätten.

Die Artikel waren in mehreren australischen Online- und Print-Medien erschienen. Der Klageschrift zufolge war in den Texten behauptet worden, Wilson habe einen falschen Namen benutzt und bezüglich ihres Alters und ihrer Herkunft gelogen, um in Hollywood erfolgreich zu sein. Diese Behauptungen seien demütigend für die Schauspielerin gewesen und hätten ihren guten Ruf als ehrliche und faire Person geschädigt. Der Prozess soll am 22. Mai beginnen.

Die in Australien geborene Wilson ist durch ihre witzigen Rollen in "Pitch Perfect" und "Brautalarm" bekannt. Der Durchbruch gelang ihr in mehreren australischen Sketch-Sendungen und Sitcoms. Zuletzt sah man sie als Ehefrau von Sacha Baron Cohen in "Der Spion und sein Bruder".

Doch die 36-Jährige will sich nicht auf Comedy festlegen: "Ich sehe mich schon auch als Schauspielerin, nicht nur als Ulknudel", sagte sie in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE. "Gegen ernste Rollen hätte ich also tatsächlich gar nichts einzuwenden."

kry/AP



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