Reese Witherspoon und Hollywoods Frauenbild "Die Dinge müssen sich ändern"

Mutter, Hausfrau, Geliebte: Diese Reduzierung weiblicher Rollen will Schauspielerin Reese Witherspoon nicht hinnehmen. In einer gemeinsamen Serie mit Nicole Kidman will sie alles anders machen.

AP

Hollywood-Schauspielerin Reese Witherspoon hat sich für ein moderneres Frauenbild im Film ausgesprochen. "Die Dinge müssen sich ändern", sagte die 40-Jährige laut dem US-Sender CNN. "Wir müssen anfangen, auch im Film Frauen als das wahrzunehmen, was sie sind."

Gut gelungen sei ihr der Gegenentwurf in der neuen TV-Serie "Big Little Lies", in der Witherspoon und Kollegin Nicole Kidman nicht nur schauspielern, sondern die Folgen auch produzierten. "Am beeindruckendsten war es, wirklich tief in die Leben der Frauen einzutauchen", sagte Witherspoon zu den Dreharbeiten.

Viel zu oft würden Frauen mit Rollen als Freundin und Ehefrau abgespeist, sagte Witherspoon "Variety" zufolge. "Davon hatte ich genug."

"Big Little Lies" sei eine Geschichte über Frauen, die Frauen unterstützten, sagte Kidman demnach. Als sie das Drehbuch gelesen habe, habe sie sich an andere prominente Frauen erinnert.

Häufig ist von Gleichstellung in Hollywood aber nur wenig zu spüren: Schauspielerinnen verdienen meist weniger als ihre männlichen Kollegen. Bereits mit Mitte 30 gelten einige als zu alt für eine Rolle als Geliebte. Eine Studie der University of Southern California hatte 2015 zudem herausgefunden, dass Frauen in 700 Top-Filmen zwischen 2007 und 2014 gerade mal 30,2 Prozent der Sprechrollen innehatten.

apr

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