Auszeichnung für Rihanna Ikone in Luftpolsterfolie

Rihanna darf sich jetzt offiziell als Mode-Ikone bezeichnen. Zur Verleihung der CFDA Fashion Awards in New York erschien die Sängerin mit einem transparenten Glitzerdress - und ließ sich von Anna Wintour für ihren Wagemut loben.

AP

New York - Mit einer gewissen Regelmäßigkeit verzichtet Popsängerin Rihanna bekanntlich auf das, was in Einladungsschreiben alter Schule als "angemessene Garderobe" bezeichnet wird. So weit führt die Offenherzigkeit der Musikerin, dass es zuletzt sogar Spekulationen über eine Sperrung ihres Kontos bei Instagram gab, wegen allzuwenig Textil auf den geposteten Bildern. Es ist insofern nicht ohne Ironie, dass die 26-Jährige jetzt in New York einen Preis für ihren Kleidungsstil entgegennahm - verliehen vom Verband der US-amerikanischen Modedesigner CFDA.

Die Regeln der Mode seien dazu da, um gebrochen zu werden, sagte die aus Barbados stammende Sängerin bei der Verleihung des Fashion Icon Award. Was das bedeutet, zeigen Bilder der Veranstaltung: Rihanna war in einem aus der Ferne vage an Luftpolsterfolie erinnernden Netzkleid von Adam Selman erschienen; seinen Klimpereffekt bezog es aus rund 200.000 Svarovski-Kristallen. Dazu trug der Popstar passende Glitzerhandschuhe in Unterarmlänge nebst Mütze.

Vorgestellt und übergeben wurde Rihannas Preis von Anna Wintour, jener Chefredakteurin der "Vogue", die einem breiteren Publikum als Vorbild für die Hauptperson von "Der Teufel trägt Prada" bekannt ist. Bei Rihanna gehöre Kühnheit zum Konzept, sagte Wintour bei der Verleihung.

Die Geehrte selbst sinnierte in der Dankesrede über ihre Ursprünge in Barbados. "Ich hatte nicht viel Zugang zu Mode. Aber sie war immer mein Abwehrmechanismus", sagte Rihanna. Alle ihre Schwächen habe sie mit Mode kompensieren können.

Neben der Sängerin wurde bei der Gala unter anderem Modedesigner Tom Ford mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Preis für die beste Frauenmode ging an Joseph Altuzarra, einen aufstrebenden Designer mit französischen und chinesisch-amerikanischen Wurzeln. Die New Yorker Modeschöpfer Dao Yi Chow und Maxwell Osborne wurden für ihre Männermode ausgezeichnet, die Schwestern Ashley und Mary-Kate Olsen für ihre Accessoire-Kreationen geehrt.

rls/AP/dpa/AFP

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