Klage gegen Buchhalter: Rihanna, die Finanz-Novizin

In diesem Prozess sind die Sympathien klar verteilt: hier Rihanna, dort eine Buchhalterfirma, die der Sängerin Millionenverluste eingebracht haben soll. Kann ein Superstar so wenig Ahnung von Finanzen haben, wie es die 24-Jährige vorgibt?

Klage in New York: Rihanna will ihr Geld zurück Fotos
AP

New York - Eine Tour von Superstar Rihanna ist wie eine Lizenz zum Gelddrucken? Denkste. Die Sängerin hat in der Vergangenheit bei Konzertreisen offenbar Millionenverluste gemacht. Dafür sollen Buchhalter verantwortlich sein, die schlampig gearbeitet und zu hohe Provisionen kassiert haben sollen. Das geht aus einer Klage hervor, die die 24-Jährige und ihre Firma Tourihanna nun in New York eingereicht haben.

Demnach soll die Buchhalterfirma Berdon LLP zwischen 2005 und 2010 "signifikante finanzielle Verluste" verursacht haben, indem sie "exorbitante" Provisionen erhielt. Das Unternehmen soll zudem bei Rihannas Steuererklärungen Fehler gemacht haben und versäumt haben, unbezahlte Lizenzgebühren für die Lieder der Sängerin einzutreiben. Überdies hätten die Fehler der Buchhaltung bei den Steuererklärungen zwischen 2008 und 2010 dazu geführt, dass die Steuerbehörde IRS nun eine Buchprüfung vornehme.

Welche Summe Rihanna fordert, geht aus dem Dokument nicht hervor. Ein Sprecher der verklagten Firma sagte lediglich, zu laufenden Verfahren äußere man sich nicht. Die Klage richtet sich auch gegen zwei ehemalige Berdon-Mitarbeiter.

Die Klageschrift zeichnet von Rihanna das Bild einer in finanziellen Dingen unbedarften jungen Frau. Sie sei in dieser Hinsicht eine Novizin, die früh berühmt geworden sei und sich auf ihre Buchhalter verlassen habe. Demnach hatte das Management die Sängerin 2005 der Firma vorgestellt, als Rihanna noch 16 Jahre alt war - "eine Minderjährige mit einer boomenden Musikkarriere und ohne Wissen oder Verständnis finanzieller Dinge", heißt es in der Klage.

Zwischen 2005 und 2010 hätten mehrere Tourneen Rihannas Verlust gemacht. Zeitweise sollen die Buchhalter 23 Prozent der Einnahmen aus Konzertreisen bekommen haben, Rihanna selbst nur sechs. Ihre jüngste Tour "Loud" war der Klageschrift zufolge dagegen ein finanzieller Erfolg - nachdem sich die Sängerin von der Firma getrennt hatte.

ulz/Reuters

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