Robert Redford über Donald Trump "Unser Land ist gespalten"

Als Schauspieler kam er Richard Nixon in der Watergate-Affäre auf die Schliche. Jahrzehnte später sorgt sich Robert Redford um die Wahrheit unter Donald Trump - und zieht Parallelen zu damals.

Getty Images

45 Jahre ist es jetzt her, dass US-Präsident Richard Nixon im Watergate-Skandal seinen Machtmissbrauch vertuschen wollte. Nur wenige Jahre später spielte Robert Redford in dem Film "Die Unbestechlichen" den Journalisten Bob Woodward von der "Washington Post", der den Skandal aufdeckte. Darin ging es um nicht weniger als die Wahrheit.

Jahrzehnte später sieht der inzwischen 80-jährige Schauspieler die Wahrheit erneut in Gefahr. Es gebe einige Parallelen zur damaligen Zeit, schreibt er in einem Beitrag für die "Washington Post". Um die Demokratie zu verteidigen, sei damals wie heute die Bedeutung einer freien und unabhängigen Presse wichtig.

"Wenn Präsident Trump davon spricht, mit den Medien in einem 'ständigen Krieg' zu sein und sie zu den 'meist unehrlichsten Menschen auf der Erde' zählt", schreibt Redford, "dann erinnert seine Sprache an die falschen Anschuldigungen der Nixon-Regierung gegen den 'schäbigen' Journalismus".

Bei Nixon habe sich das System der Gewaltenteilung in den USA bewährt, findet Redford. Doch tut es das noch heute? "Unser Land ist gespalten und wir haben ein heikles Verhältnis zur Wahrheit", schreibt Redford. Er verweist auf eine Aussage von Nixons früherem Rechtsberater John Dean, der davon ausgegangen sei: "Die Wahrheit wird immer ans Licht kommen". Inzwischen könne man da nicht mehr so sicher sein.

apr



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