Rosenkrieg Dennis Hopper zu krank für Scheidungsschlacht

Der krebskranke Dennis Hopper ist offenbar so schwach, dass er nicht mehr im Scheidungsprozess aussagen kann. Der Kampf um Sorgerecht und gemeinsames Gut wird mit harten Bandagen geführt - Hoppers Noch-Ehefrau soll ihren Ex sogar beklaut haben, während er krank danieder lag.

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Los Angeles - Der amerikanische Schauspieler und Regisseur ist offenbar so schwer erkrankt, dass eine Chemotherapie zur Behandlung seines fortgeschrittenen Prostatakrebses nicht mehr möglich ist. Dies erklärte Hoppers Anwalt Joseph Mannis am Mittwoch in einer Eingabe beim Gericht in Los Angeles. Eine Zeugenaussage im Scheidungsprozess sei daher nicht möglich. In dem Verfahren ist am 5. April die nächste Anhörung angesetzt.

Die Aussage von Mannis widerspricht früheren Informationen zum Gesundheitszustand Hoppers, wonach der Schauspieler auf dem Wege der Besserung sei.

Im Oktober 2009 war bei dem "Easy Rider"-Star Prostatakrebs diagnostiziert worden. Anfang Januar hatte er nach 14 Jahren Ehe die Scheidung von Victoria Duffy eingereicht. Hopper strebt in dem Scheidungsverfahren das gemeinsame Sorgerecht für die sechsjährige Tochter an, das Duffy laut Gerichtsunterlagen für sich allein beansprucht.

Hopper hatte seiner Frau eine monatliche Unterstützung von 5000 Dollar angeboten und erklärt, dies sei alles, was er erübrigen könne, weil er nicht mehr arbeite und lediglich über Reserven von rund 300.000 Dollar verfüge. Duffy hingegen ist der Überzeugung, ihr Ex habe durch den Verkauf von Kunstobjekten sehr viel mehr Geld auf der Bank, schreibt die Gossip-Seite Femalefirst.

"Er macht eine große Sache daraus"

Der 73-Jährige wirft seiner Noch-Ehefrau laut "New York Post" vor, wertvolle Kunstwerke aus seinem Haus gestohlen zu haben, während er schwer krank im Bett lag. Duffy habe sich auf Anfrage geweigert, ihm zu sagen, wo sie die Porträts und Skulpturen im Wert von mehr als 1,1 Millionen Dollar aufbewahre. Unter den Kunstschätzen befinden sich dem Bericht zufolge ein von Andy Warhol gefertigtes Porträt von Hopper sowie Skulpturen von Robert Graham und Banksy.

Duffy wies die Vorwürfe entschieden zurück. Die Sachen seien ihr Eigentum, und das könne sie auch beweisen, sagte sie dem Blatt: "Er macht eine große Sache daraus, dass ich Dinge aus dem Haus mitgenommen habe, die rechtlich mir gehören."

Duffy ihrerseits soll laut "Daily Beast.com" ausgesagt haben, dass Hopper ihr gedroht habe, sie umzubringen, falls sie ihn je verlasse. Wortwörtlich habe er gesagt: "Etwas Schlimmes wird mit Dir geschehen, und du wirst es nicht voraussehen können", hieß es. Im Schlafzimmer des Hauses soll der 73-Jährige demnach mehrere Waffen horten, unter anderem im Spülkasten der Toilette.

ala/apn



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