Arosa - Man kann nur darüber spekulieren, wie es Dressurreiterin Laura Bechtolsheimer finden mag, dass sie auf ihrer eigenen Hochzeit zwar die Hauptfigur war, aber mit Sicherheit nicht die, auf die alle Augen gerichtet waren.
Am Samstag ließ sich die 28-Jährige in der Dorfkirche von Arosa mit Polospieler Mark Tomlinson trauen. Unter ihren Gästen: Catherine, die Duchess of Cambridge, mit ihrem - seit Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft noch uninteressanteren - Gatten William. Schon vor Beginn der Veranstaltung war klar: Alle würden auf den Bauch der armen Kate starren, um Größe und Umfang festzustellen und ausgiebig zu kommentieren. "Her Royal Bumpiness" titelte die "Daily Mail" süffisant, etwa "Eure Königliche Rundlichkeit".
Die Paparazzi hielten drauf - und bekamen zumindest ein Bild, auf dem Catherine ihre Hand kurz auf den gewölbten Bauch legt. Die Herzogin selbst hielt sich im Hintergrund, war elegant und sehr dezent gekleidet: Sie trug einen cremefarbenen Wollmantel mit dunkelbraunem Kunstpelzkragen und farblich passendem Hut, darunter ein leichtes Chiffonkleid mit Leopardenoptik. Dazu Perlenohrringe.
Trotz der Komplettüberwachung gelang es Kate offenbar, das Fest zu genießen. Sie lächelte, plauderte mit Freunden und blinzelte in die Sonne. Als das Brautpaar vorbeischritt, warf sie eine Handvoll Konfetti in die Luft. Das sportliche Brautpaar ist seit längerem mit den Royals befreundet, wie die Schweizer Zeitung "Der Sonntag" berichtete. Bei der Hochzeit von Kate und Prinz William gehörten sie vor zwei Jahren in London zum exklusiven Kreis der geladenen Gäste.
Untergebracht waren Kate und William sowie die anderen geladenen Gäste im Fünf-Sterne-Hotel Tschuggen, das dem Großvater der Braut, dem deutschen Unternehmer Karl-Heinz Kipp, gehört. Der einstige Besitzer der Massa-Märkte soll über ein Vermögen von etwa 3,5 Milliarden Euro verfügen.
Prinz Harry wohnte laut Angaben des Blattes einige Monate auf der Ranch von Tomlinson in Argentinien. Der Luftkurort Arosa rund zwei Stunden südlich von Zürich ist bekannt für seine märchenhafte Alpenkulisse - weniger für sein abwechslungsreiches Nachtleben. Dies könnte dem partyaffinen Harry missfallen haben, der mit seinem Bruder William und Kate in die Schweiz gekommen war.
ala/dpa
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