Rupert Grint Schauspieler aus Harry Potter erkrankte an Schweinegrippe

Unpässlichkeit kurz vor der Filmpremiere: Der Schauspieler Rupert Grint, berühmt durch seine Rolle als Ron Weasley in zahlreichen Harry-Potter-Verfilmungen, ist an der Schweinegrippe erkrankt. Der Anfall verlief mild - inzwischen ist der 20-Jährige fast genesen.


London - Auch Zauberschüler bleiben von der Schweinegrippe nicht verschont. Schauspieler Rupert Grint, 20, der in den Harry-Potter-Filmen Harrys Mitstreiter Ron Weasley verkörpert, litt unter einer milden Attacke der grassierenden Krankheit.

Grint musste für ein paar Tage seine Dreharbeiten unterbrechen, kann nun aber wieder vor die Kamera, wie ein Sprecher am Samstag in London mitteilte. Auch seinem Erscheinen bei der Premiere des neuen Streifens "Harry Potter und der Halbblutprinz" am kommenden Dienstag in London stehe nichts entgegen.

Grint hatte in bislang allen Potter-Filmen den rothaarigen Freund des Zauberschülers gespielt. Derzeit steht er für die Verfilmung des letzten Buchs von Bestseller-Autorin Joane K. Rowling vor der Kamera. Weil der Abschlussroman der Serie - "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" - so komplex ist, wird er auf zwei Filme aufgeteilt.

In einigen Ländern nimmt das Virus mittlerweile bedrohliche Formen an. In Dänemark wurde der erste Schweinegrippe-Patient entdeckt, bei dem das Anti-Grippe-Mittel Tamiflu keine Linderung mehr bewirkte. Nun sind auch in Japan und Hongkong weitere Fälle von Resistenz aufgetreten.

Das Schweinegrippe-Virus
Der Erreger
Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung H1N1, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann - vor allem durch Händeschütteln, Niesen und Husten. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat.
Die Symptome
Die Schweinegrippe bewirkt ähnliche Symptome wie eine normale Grippe: plötzliches Fieber, Muskelschmerzen, trockener Husten und ein trockener Hals. Allerdings sind der einhergehende Durchfall und die Übelkeit stärker ausgeprägt.
Die Gefahr
Neue Virenstämme können sich rasch ausbreiten, weil es keine natürliche Immunität gibt und es Monate dauert, bis ein aktueller Impfstoff entwickelt und produziert ist. Der neue Stamm des Schweinegrippe-Virus unterscheidet sich vom älteren H1N1-Virus, gegen das die aktuellen Grippeimpfstoffe schützen. Die gewöhnliche Grippe tötet jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Menschen, vor allem ältere Menschen. Die meisten sterben an Lungenentzündung. Auch gesunde Menschen können tödlich erkranken.
Antivirale Mittel
Nach derzeitigem Wissensstand bieten die Wirkstoffe Oseltamivir (Handelsname Tamiflu) und Zanamivir (Handelsname Relenza) Schutz gegen das Schweinegrippen-Virus. Diese Wirkstoffe behindern unspezifisch die Vermehrung von Influenza-A- und Influenza-B-Viren im Körper.
Wandlungsfähigkeit von Grippeviren
Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Die Entwicklung gänzlich neuer Typen ist zwar selten, aber extrem gefährlich. Meist springen dabei irgendwo in der Welt Viren von Vögeln oder Schweinen auf den Menschen über. Wenn sie in dessen Körperzellen auf andere, ältere Grippeviren treffen, kann sich die Erbinformationen vermischen und neue Erreger hervorbringen.

ssu/dpa



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