Scheidung von Katie Holmes: Murdoch geht auf Tom Cruise und Scientology los

"Schräg, unheimlich, vielleicht sogar böse": In mehreren Twitter-Einträgen hat sich Medienmogul Rupert Murdoch über Scientology ausgelassen. Er habe Hunderte aggressive Reaktionen bekommen, so der 81-Jährige.

Tom Cruise und Katie Holmes: Scheidung eines Traumpaars Fotos
REUTERS

Hamburg - Mit ungewöhnlich drastischen Bemerkungen hat sich Rupert Murdoch über Tom Cruise und Scientology geäußert. Der Medienmogul schrieb auf Twitter von einem "schrägen Kult", bei dem sehr viel Geld im Spiel sei. Cruise sei die Nummer zwei oder drei in der Hierarchie der Organisation, so Murdoch.

Zuvor war bekanntgeworden, dass Schauspielerin Katie Holmes sich nach fünf Jahren Ehe von Cruise scheiden lässt und offenbar das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Suri beantragt hat.

In amerikanischen Medien wird nun spekuliert, dass Scientology ein entscheidender Grund für die Trennung sein könnte. Cruise gilt als überzeugter Scientologe, angeblich will Holmes ihre Tochter vor dem Einfluss und den strengen Regeln der selbsternannten Kirche beschützen. Er beobachte, wie sich die Geschichte mit Holmes und Scientology entwickelt, so Murdoch. "Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute."

Murdoch erhielt nach eigenen Angaben Hunderte aggressive Antworten auf seine Bemerkungen über die Scientology. Und es dürfte noch schlimmer werden, twitterte er. "Aber ich bleibe bei meiner Aussage."

Murdoch ist der Chef des Medienkonzerns News Corp. Der Australier stand zuletzt selbst in der Kritik, weil mehrere seiner Zeitungen in Großbritannien in einen gigantischen Abhörskandal verwickelt waren. Jahrelang hatten Reporter systematisch die Handys von Prominenten gehackt. Murdoch stellte das Boulevardblatt "News of the World" nach Bekanntwerden der ganzen Tragweite des Skandals ein.

Der Fall hat seinen Ruf dennoch langfristig beschädigt. "Sie sind nicht in der Position, sich zur Rechtschaffenheit anderer zu äußern", antwortete ein User auf Murdochs Scientology-Tweet.

Als Murdoch gefragt wurde, was er denn von den Mormonen halte, die mit Mitt Romney den republikanischen Präsidentschaftskandidaten stellen, antwortete er: "Das Mormonentum ist für mich ein Mysterium, aber Mormonen sind gewiss nicht böse."

hut/AFP/Reuters

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