Versteigerung anlässlich Scheidung Russell Crowes "Gladiator"-Brustpanzer bringt knapp 80.000 Euro

Schuhe und ein "voll funktionsfähiger" Streitwagen: Der Schauspieler Russell Crowe hat viele persönliche Gegenstände versteigert. Der Anlass ist zwar traurig, aber die Erlöse gehen an einen guten Zweck.

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Der Film "Gladiator" war einer von Russell Crowes größten Erfolgen - und lohnte sich auch jetzt wieder für den Schauspieler. Bei einer Auktion des Auktionshauses Sotheby's in Sydney, Australien, erzielte der von Crowe getragene Brustpanzer nun 125.000 australische Dollar - umgerechnet sind das knapp 80.000 Euro.

Sotheby's hatte den Wert der berühmten Filmrequisite deutlich niedriger angesetzt und damit gerechnet, dass er nur 12.000 bis 18.000 Euro erzielt. Der Brustpanzer ist 56 Zentimeter hoch, 44 Zentimeter breit und 26 Zentimeter tief, hieß es vom Auktionshaus.

Über diesen Erfolg kann sich nicht so sehr Crowe als die Australian Children's Music Foundation freuen: Wie Crowe verfügt hat, kommen die Erlöse der Versteigerung komplett der Stiftung zur Musikförderung für benachteiligte und indigene Kinder in Australien zu Gute.

Auktion am 15. Hochzeitstag - doch die Scheidung läuft

Insgesamt rechnete Sotheby's vorab damit, dass die Auktion zwischen 2,6 Millionen und 3,7 Millionen australischen Dollar einbringen würde (1,6 Millionen bis 2,3 Millionen Euro). Wie viel Geld tatsächlich zusammenkam, war zunächst noch nicht bekannt.

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Russell Crowes Besitztümer: Von der Violine bis zum Streitwagen

Der Anlass für die Versteigerung von 227 Gegenständen aus Crowes Haushalt am 7. April ist seine Scheidung von der Sängerin Danielle Spencer. Das Datum hätte eigentlich den 15. Hochzeitstag des Paares markieren sollen. Doch Crowe und Spencer leben bereits seit rund fünf Jahren getrennt. Die offizielle Scheidung steht noch aus - soll aber bald folgen. Gleichzeitig ist der 7. April auch Crowes Geburtstag, er wurde dieses Jahr 54 Jahre alt.

"Die Kunst der Scheidung"

In der Liste der zu versteigernden Posten standen unter anderem Ringe, Ketten, Uhren, Autos, Gemälde und Filmrequisiten wie die Violine aus dem Jahr 1890, auf der Crowe im Film "Master & Commander" spielt. Das Auktionshaus hoffte, dafür zwischen 110.000 und 140.000 australische Dollar zu bekommen, umgerechnet also bis zu 90.000 Euro. Tatsächlich ging das Instrument für 135.000 australische Dollar weg. Der Käufer bekommt auch - so hatte Crowe es angekündigt - ein Stück Seide, das er sich beim Spielen unters Kinn legte.

Auch der als "voll funktionsfähig" beschriebene Streitwagen aus dem Film "Gladiator" brachte rund 40.000 Euro ein, die Schätzung lag deutlich niedriger bei nur 6000 Euro.

Auf dem Cover des Auktionskataloges war Crowe im Smoking zu sehen gewesen, er prostete dem Betrachter mit einem Drink zu. Daneben steht der Titel der Auktion: "Die Kunst der Scheidung."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hatten wir nicht erwähnt, dass die Auktion einem guten Zweck diente. Dies haben wir ergänzt.

gru/AP

insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
thequickeningishappening 08.04.2018
1. Die Kunst Der Scheidung
It's cheaper to keep her!
food4thought 08.04.2018
2. SPON das Klatschblatt im Internet
Liebes SPON Team ist es denn wirklich so schwer ein wenig Journalismus zu betreiben, will heißen den Zweck der Auktion zu recherchieren? Die Story ist nicht seine Scheidung oder wieviel Geld der Shield und Streitwagen aus Gladiator eingebracht haben, sondern dass die Einnahmen der Australien Children's Music Foundation (ACMF) zugutekommen. Ist doch nicht so schwer diesen Hintergrund im Artikel zu erwähnen. Entweder arbeitet ihr schlampig, desinteressiert, unfähig oder sensationsorientiert, keines der Attribute ist sonderlich schmeichelhaft.
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