Rom - Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss seiner Ex-Frau laut der Zeitung "Corriere della Sera" drei Millionen Euro pro Monat Unterhalt zahlen. Das Blatt bezog sich auf Gerichtsdokumente zur Scheidungsvereinbarung, die am ersten Weihnachtstag in Mailand eingereicht worden seien. Dem Bericht zufolge darf Berlusconi die Villa "Belvedere" bei Mailand behalten, in der die 56-Jährige lebte. Das Anwesen sei 78 Millionen Euro wert. Lario erhalte auch keine Anteile an den Firmen ihre Ex-Mannes, heißt es.
Lario ist die zweite Ehefrau Berlusconis. Ihre Scheidungsabsichten hatte sie 2009 in einer Tageszeitung öffentlich gemacht. Als Grund nannte sie Berlusconis Schwäche für jüngere Frauen und seine Anwesenheit bei der Geburtstagsfeier einer 18-Jährigen in Neapel. Ursprünglich hatte Italiens frühere First Lady knapp 3,6 Millionen Euro monatlich verlangt, der dreimalige Premier bot jedoch nur 300.000.
Gemeinsam haben Lario und Berlusconi drei Kinder. Das Paar hatte 1990 geheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Carla Elvira Dall'Oglio hat Berlusconi zwei Kinder. Mitte Dezember gab der 76-jährige Milliardär bekannt, dass er eine neue Freundin hat: Francesca aus Neapel, fast 50 Jahre jünger als er.
Italien befindet sich mitten in einer Regierungskrise. Nachdem die Berlusconi-Partei PdL (Volk der Freiheit) Mario Monti die Unterstützung entzogen hatte, reichte der international geschätzte Ministerpräsident Ende der vergangenen Woche seinen Rücktritt ein. Staatspräsident Giorgio Napolitano löste daraufhin das Parlament auf und setzte für den 24. und 25. Februar Neuwahlen an. Berlusconi greift nun erneut nach der Macht.
hut/dpad
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