Schicksalsschlag Ottfried Fischer leidet an Parkinson

Schockierende Beichte: Ottfried Fischer bekannte sich zur Parkinson'schen Krankheit. Trotz Schüttellähmung wolle er sich weiter in die Arbeit stürzen. Der Bayerische Rundfunk unterstützt den Volksschauspieler in seinem Kampf.


München - "Um bereits vorhandene Spekulationen zu beenden, teile ich auf diesem Wege mit, dass ich an "Morbus Parkinson" erkrankt bin", sagte Schauspieler Ottfried Fischer heute in München. Er wolle sich nicht von der Schüttellähmung unterkriegen lassen. Deshalb sei der 54-Jährige nun mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen.

"Nur so kann ich den Kräfte zehrenden und belastenden Druck durch die Angst vor ihrer möglichen Entdeckung beenden." Außerdem suche Fischer, der durch seine Rolle als "Bulle von Tölz" breite Bekanntheit erlangte, Ablenkung in seiner Arbeit.

Erst kürzlich stellte er ein neues Kabarettprogramm auf die Beine. "Meine langjährigen Partner auf Produzenten- und Senderseite werden Wege und Möglichkeiten finden, mit mir weiter, wenn auch unter reduzierter Schlagzahl, zu arbeiten", ist sich Fischer sicher. "Ich werde also für mein Publikum, welches mir jahrelang die Treue gehalten hat, in Dankbarkeit weiterhin präsent sein."

Morbus-Parkinson ist eine sich langsam entwickelnde neurologische Erkrankung. Sie beginnt schleichend und schreitet zeitlebens fort. Nach Angaben von Selbsthilfe-Vereinigungen gibt es heute noch keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen.

Das Bayerische Fernsehen, in dem einmal im Monat die Kabarettsendung "Ottis Schlachthof" läuft, ließ keinen Zweifel an der weiteren Zusammenarbeit. "Wir machen weiter mit Otti", sagte Pressesprecher Rudi Küffner.

Privat möchte es Fischer, der mit Ehefrau und zwei Töchtern in München lebt, dagegen ruhig zugehen lassen. Das Interesse der Medien an seiner Person zwinge ihn dazu, seine Krankheit öffentlich zu machen, teilte er mit. Er habe aber nicht vor, sich weiter öffentlich zu diesem Thema zu äußern. "Ich bitte die Damen und Herren von der Presse, auch aus Rücksicht auf meine Familie von weiteren Nachfragen abzusehen."

dek/dpa



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