Homosexueller Geistlicher Polnischer Bischof entlässt schwulen Priester

Erst suspendierte ihn der Vatikan, jetzt auch seine Heimatdiözese: Der homosexuelle polnische Geistliche Krzysztof Charamsa ist aus dem Priesteramt entlassen worden. Er darf keine Sakramente mehr spenden.

Krzysztof Charamsa (li.) und Partner: Ziel der Strafe sei es, dass Charamsa seine Lebensweise ändere
DPA

Krzysztof Charamsa (li.) und Partner: Ziel der Strafe sei es, dass Charamsa seine Lebensweise ändere


Der bereits vom Vatikan geschasste homosexuelle polnische Geistliche Krzysztof Charamsa ist auch aus dem Priesteramt entlassen worden. "Da Vater Charamsa sich nicht bessern will und da seine öffentlichen Äußerungen zeigen, dass er weiterhin im Widerspruch zu den Verhaltensregeln eines katholischen Priesters lebt", sei er vom Dienst suspendiert, erklärte der Bischof seiner Heimatdiözese im Norden Polens, Ryszard Kasyna. "Ziel der Strafe" sei es, "dass Charamsa seine Lebensweise ändert". Dann könne er ins Priesteramt zurückkehren.

Charamsa hatte einen Tag vor dem Beginn der Familiensynode im Vatikan bekannt gemacht, dass er homosexuell sei und damit weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer Pressekonferenz trat er am 3. Oktober gemeinsam mit seinem Partner auf. Den Klerus bezeichnete er in einem Interview als "überwiegend homosexuell und homophob".

Der Vatikan reagierte und enthob Charamsa umgehend seines Amtes in der Glaubenskongregation. Kasyna sprach zunächst eine Verwarnung aus - der erste Schritt auf dem Weg zur nun erfolgten Suspendierung vom Pfarramt. Offiziell darf Charamsa nun unter anderem nicht mehr die Messe feiern und keine Sakramente mehr spenden.

mka/AFP/AP



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