Selena Gomez Von wegen Drogensucht

Selena Gomez leidet an der Autoimmunerkrankung Lupus. Das zwang die Sängerin im vergangenen Jahr zu einer Auszeit. An all jene, die ihr wegen der Pause eine Drogensucht andichteten, hat Gomez eine deutliche Botschaft.

REUTERS

Warum sagte Selena Gomez im vergangenen Jahr mehrere Konzerte ab und nahm sich eine Auszeit? Dazu hatte die Sängerin bislang geschwiegen - und sich nun umso eindeutiger geäußert. Die 23-Jährige sagte der US-Zeitschrift "Billboard", sie habe sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, weil sie an der Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes erkrankt war. "Das war der wahre Grund für meine Pause. Ich hätte einen Schlaganfall bekommen können", sagte Gomez.

Boulevardmedien hatten spekuliert, Gomez sei wegen einer Drogensucht in Behandlung. Darüber ist Gomez noch immer richtig sauer. "Ich wollte ihnen so sehr sagen, dass sie keine Ahnung haben. Ich bin in der Chemotherapie. Ihr seid A…löcher. Ich habe mich eingeschlossen, bis ich mich wieder selbstsicher und wohlgefühlt habe."

Lupus ist eine seltene Autoimmunerkrankung, an der vorwiegend Frauen leiden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie greift das Immunsystem dabei den eigenen Körper an, etwa Haut oder Nieren. Das kann zu einer Entzündung in diesen Organen führen.

Der Hass auf die Drogen-Gerüchte und deren Urheber hätten sie für ihre Arbeit motiviert, sagte Gomez, deren neues Album "Revival" ("Wiederbelebung") am Freitag erscheint. "Ich bin so verdammt nett zu jedem, und jeder ist so gemein zu mir." Sie arbeite seit ihrem siebten Lebensjahr, mit 17 sei sie Unicef-Botschafterin geworden. "Ich bin enttäuscht, dass ich eine Boulevard-Story geworden bin."

Gomez sprach auch über Mobbing durch Internet-Trolle. Nach der Veröffentlichung eines Bikini-Fotos sei sie wegen vermeintlichen Übergewichts angegriffen worden. "Da habe ich zum ersten Mal Body Shaming erfahren."

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagte Gomez zu dem Thema, "dass es mich wirklich traurig gemacht hat, dass Leute sich über meinen Körper ausgelassen haben. Das habe ich noch nie erlebt." Es gebe "hässliche Seiten in diesem Geschäft. Ich werde nicht zulassen, dass diese Leute mich kaputt machen. Ich bin stark, ich liebe, was ich tue, und ich werde dafür kämpfen."

Sich nicht mehr von der Meinung anderer abhängig machen zu wollen, sei auch der Grund dafür, dass sie sich nun freizügig auf dem "Revival"-Cover zeige. SPIEGEL ONLINE hatte Gomez dazu gesagt: "Ich hätte natürlich auch Fotos mit coolem Make-up, Top-Designer-Klamotten und coolem Haarstyling machen können. Aber damit wäre ich mir und dem Album nicht treu geblieben." Sie habe im vergangenen Lebensjahr eine Wandlung durchgemacht, sagte Gomez. "Und das Bild steht für das Revival, das ich erfahren habe."

Selena Gomez im Interview

ulz/dpa

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