Serena Williams "Ich fühlte mich, als ob ich keine gute Mutter wäre"

Tennisstar Serena Williams kämpft mit dem Spagat zwischen ihrer sportlichen Karriere und der Mutterrolle. Bei Instagram gibt sie Einblick in ihre Gefühle.

AFP

Serena Williams ist eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen der Welt - und seit knapp einem Jahr auch Mutter. Wenige Monate nach der Geburt von Tochter Alexis Olympia stand sie wieder auf dem Platz. Ein Spagat, der ihr offenbar nicht immer leichtfällt, wie ein Instagram-Post der 36-Jährigen zeigt.

Sie habe eine schwierige Woche hinter sich, schrieb Williams. Sie habe mit einigen privaten Dingen zu kämpfen gehabt, vor allem habe ihr aber ein Gedanke zu schaffen gemacht: "Ich fühlte mich, als ob ich keine gute Mutter wäre."

Die US-Amerikanerin schrieb, sie habe mehrere Artikel über postpartale Stimmungskrisen gelesen, die "bis zu drei Jahre anhalten können, wenn sie nicht behandelt werden". Postpartale Stimmungsschwankungen beschreiben Zustände oder Störungen, die nach der Entbindung auftreten können. Diese können von Traurigkeit über Depressionen bis hin zu schweren psychotischen Erkrankungen führen.

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Serena Williams: Working Mum

Ihr helfe es, mit ihrer Mutter, ihren Schwestern und Freunden zu sprechen, schreibt Williams. Diese bestätigten ihr, dass ihre Gefühle "total normal" seien: "Es ist total normal, sich so zu fühlen, als ob ich nicht genug für mein Baby tue."

"Ich arbeite viel, ich trainiere, und ich versuche, die beste Athletin zu sein, die ich sein kann", schrieb Williams. "Das bedeutet aber auch, dass ich - obwohl ich bislang jeden Tag ihres Lebens mit ihr verbracht habe - nicht so viel bei ihr bin, wie ich es gerne wäre."

Die meisten Mütter kennen diesen Balanceakt zwischen Kindererziehung und Arbeitsleben, ist die Sportlerin überzeugt. "Ihr seid die wahren Heldinnen", schrieb sie. "Ich bin hier, um zu sagen: Wenn ihr einen harten Tag oder eine harte Woche habt, ist das okay. Ich habe das auch!"

Williams hatte vor einer Woche beim Turnier in San José beim 1:6, 0:6 gegen die Britin Johanna Konta die höchste Niederlage ihrer Karriere kassiert. Wenig später sagte sie ihre Teilnahme am Turnier in Montreal ab. Damit fällt dort auch eine mögliche Revanche für das verlorene Wimbledon-Finale gegen Angelique Kerber aus.

Williams ist mit Reddit-Gründer Alexis Ohanian verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Alexis Olympia kam im September 2017 zur Welt.

bbr/dpa/sid



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