Shia LaBeouf: Abrechnung mit Hollywood

"Transformers" und "Indiana Jones" machten ihn berühmt: Schauspieler Shia LaBeouf hat stark von Hollywood profitiert, inzwischen aber die Nase voll von Blockbustern - und macht daraus keinen Hehl. Zu seinem Meinungswandel dürfte ein dänischer Regisseur erheblich beigetragen haben.

Abrechnung mit Hollywood: Imagewandel von Shia LaBeouf Fotos
Getty Images

Los Angeles - Shia LaBeouf will nicht mehr in Hollywood-Filmen mitspielen. "Ich habe damit abgeschlossen. In diesem Studiosystem ist kein Platz für Visionäre. Da kann man buchstäblich nicht existieren", sagte er in einem Interview mit "The Hollywood Reporter".

Diese Abrechnung mit der Filmindustrie à la Hollywood kommt auf den ersten Blick ziemlich überraschend. Schließlich ist der 26-Jährige durch Filme wie "Transformers" und "Indiana Jones" bekannt geworden. Auf Blockbuster habe er jedoch keine Lust mehr, so LaBeouf.

Seinen Meinungswandel, mit dem auch ein Imagewechsel einhergehen soll, hatte er bereits im Mai beim Filmfestival in Cannes angedeutet. Damals bezeichnete LaBeouf seine Rolle im Film "Lawless" als "Beginn einer neuen Phase". Der Schauspieler habe sich so nach einem wahren Charakter, einer wahren Rolle gesehnt, sagte der Regisseur des Noir-Krimis, John Hillcoat, über LaBeouf. Dieser sei eine Zeitlang Gefangener von Franchise-Filmen gewesen.

Demnächst steht der 26-Jährige für das Erotikdrama "Nymphomaniac" vor der Kamera. An diesem Projekt arbeitet er zusammen mit Regisseur Lars von Trier. Der Däne habe eine starke Wirkung auf ihn, sagte LaBeouf. "Weil er gefährlich ist. Er macht mir Angst. Und ab jetzt arbeite ich nur noch, wenn ich von Furcht erfüllt bin."

Von Trier, der für schwarzen Humor und politische Unkorrektheit bekannt ist, hatte im vergangenen Jahr beim Filmfestival in Cannes mit Nazi-Äußerungen für erhebliche Irritationen gesorgt. Daraufhin wurde er von der Festivalleitung zur unerwünschten Person erklärt. Später entschuldigte sich der Regisseur für seine Äußerungen und teilte mit, er habe nur Spaß gemacht.

wit/dapd

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1. Depeche Mode
3-plus-1 17.08.2012
Ich finde die Geschichte von Depeche Mode sollte mit ihm mal verfilmt werden. Es ist schon frappierend wie ähnlich er dem jungen Dave Gahan sieht - und genug Story für einen Kinofilm kommt da mit Sicherheit auch zusammen. Das Themen mit Lokalcolorit aus dem England der 70er und 80er - bei entsprechendem Soundtrack - ankommen hat man ohnehin "Life on mars" und "Ashes to ashes" im TV gesehen.
2. Wenn man schon Geld mit Blockbustern verdient hat...
hifimacianer 17.08.2012
Zitat von sysopGetty Images"Transformers" und "Indiana Jones" machten ihn berühmt: Schauspieler Shia LaBeouf hat stark von Hollywood profitiert, inzwischen aber die Nase voll von Blockbustern - und macht daraus keinen Hehl. Zu seinem Meinungswandel dürfte ein dänischer Regisseur erheblich beigetragen haben. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,850537,00.html
LaBeouf hat ja inzwischen auch eine sehr komfortable Situation um so einen Sinneswandel durchzuziehen. Durch die Blockbuster in denen er mitspielte hat er doch für die Zukunft ausgesorgt. Da fällt es natürlich leicht jetzt auf die "Brotlose Kunst" umzusteigen und lieber goldene Palmen in Cannes zu bekommen. So schön es auch ist dass er nun lieber diese Filmsparte unterstützen will, da wird wenigstens (teilweise) noch Kunst produziert, so muss man sich dennoch fragen ob er diesen Schritt auch tun würde wenn er noch ein junger aufstrebender Schauspieler wäre der sich einen Namen machen muss.
3. .
frubi 17.08.2012
Zitat von hifimacianerLaBeouf hat ja inzwischen auch eine sehr komfortable Situation um so einen Sinneswandel durchzuziehen. Durch die Blockbuster in denen er mitspielte hat er doch für die Zukunft ausgesorgt. Da fällt es natürlich leicht jetzt auf die "Brotlose Kunst" umzusteigen und lieber goldene Palmen in Cannes zu bekommen. So schön es auch ist dass er nun lieber diese Filmsparte unterstützen will, da wird wenigstens (teilweise) noch Kunst produziert, so muss man sich dennoch fragen ob er diesen Schritt auch tun würde wenn er noch ein junger aufstrebender Schauspieler wäre der sich einen Namen machen muss.
Es wird sich doch immer ein hübscher Jüngling für Action-Popcorn-Kino finden lassen und dann ist es immerhin erfreulich, wenn sich der oder die Schauspieler/in irgendwann ändert und sich auf andere Projekte konzentriert. Ich persönlich habe mehr Respekt vor Typen á la Hardy oder Elba aber ich bin auf laBeoufs zukünftige Projekte gespannt.
4. Sofern
Steinwald 17.08.2012
Sofern er nicht in ein paar Jahren mit einem neune Sinneswandel um die Ecke kommt und doch wieder blockbustern will, kann man direkt Respekt vor dem eigentlich bisher ziemlichen egalen Typ haben. Ich drück ihm die Daumen.
5. -
Knighter 17.08.2012
Zitat von hifimacianerLaBeouf hat ja inzwischen auch eine sehr komfortable Situation um so einen Sinneswandel durchzuziehen. Durch die Blockbuster in denen er mitspielte hat er doch für die Zukunft ausgesorgt. Da fällt es natürlich leicht jetzt auf die "Brotlose Kunst" umzusteigen und lieber goldene Palmen in Cannes zu bekommen. So schön es auch ist dass er nun lieber diese Filmsparte unterstützen will, da wird wenigstens (teilweise) noch Kunst produziert, so muss man sich dennoch fragen ob er diesen Schritt auch tun würde wenn er noch ein junger aufstrebender Schauspieler wäre der sich einen Namen machen muss.
kurze antwort: ja genau wie hier in D sind auch in den USA 98% aller schauspieler chronisch pleite und süchtig nach beschäftigung in ihrer kunst wie ein heroin-junkie, und sie spielen praktisch überall gratis mit um überhaupt präsent zu sein, ich habe das bei mir selbst und bei anderen jung-regisseuren erlebt, bei denen bekannte gesichter "für umme" dabei sind...traurig, aber wahr. zu lebeouf: genug mille hat er ja, anders als clooney or pitt hat er bisher aber nur müll-rollen gehabt ohne profil und charakter, indiana jones 5 und die transformers filme sind weiß gott a-liga, was das budget und die präsenz angeht, aber totaler nonsens in jeder anderen hinsicht...
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