K-Pop-Star Shinee-Sänger Jonghyun ist tot

Die Band Shinee ist in Asien extrem erfolgreich, die fünf männlichen Mitglieder werden als "Prinzen des K-Pop" verehrt. Nun ist der Sänger der Gruppe gestorben: Jonghyun wurde 27 Jahre alt.

Yonhap/REUTERS

Der Sänger der südkoreanischen K-Pop-Band Shinee ist tot. Kim Jonghyun starb im Alter von 27 Jahren, wie die Polizei mitteilte. Er sei bewusstlos in einem Hotel in der Hauptstadt Seoul aufgefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus für tot erklärt worden. Seine Plattenfirma bestätigte den Todesfall: "Am 18. Dezember hat uns Shinee-Mitglied Jonghyun plötzlich verlassen."

Jonghyun ist der Künstlername von Kim. Laut Polizei gab seine Schwester an, sie habe besorgniserregende Nachrichten von ihm erhalten und daraufhin die Behörden eingeschaltet. Er habe ihr unter anderem "Ein letzter Abschiedsgruß" und "Ich hatte Probleme" geschrieben. Die Polizei untersucht derzeit, ob es sich um Suizid gehandelt habe. Bestätigt ist das allerdings nicht.

Die extrem erfolgreiche Band Shinee wurde 2008 gegründet, seitdem ist Kim Leadsänger - er gilt als einer der größten Stars des K-Pop, der koreanischen Popmusik. Die Sängerinnen und Sänger werden meist gecastet, jahrelang ausgebildet, schönheitschirurgisch optimiert und müssen oft nicht nur singen und tanzen lernen, sondern auch die Sprachen der Länder, deren Märkte sie erobern sollen.

Shinee veröffentlichte sechs koreanischsprachige Alben und weitere fünf, mit denen sie sich an den japanischen Markt richteten. Das jüngste erschien Anfang dieses Jahres. Shinee verkaufte Hunderttausende Platten, die Bandmitglieder gelten als Trendsetter und werden als "die Prinzen des K-Pop" bezeichnet.

Kim startete zudem eine Solokarriere. Zuletzt war er vor wenigen Tagen in Seoul öffentlich aufgetreten. Im Februar hätte er laut Yonhap mit Shinee Konzerte in Tokio und Osaka spielen sollen.

In den sozialen Netzwerken trauern Fans und Kollegen nun um den verstorbenen Sänger. "Er war der beste Künstler, der Musik mehr als jeder andere geliebt hat und auf der Bühne immer alles gegeben hat", schrieb seine Plattenfirma.

aar/AP

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insgesamt 8 Beiträge
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fromeast2west 19.12.2017
1. Wow
Bin erstaunt das über sowas hier berichtet wird. Kpop ist ha nicht jeden bekannt
fschaffer 19.12.2017
2. Gruselig
Ob Suizid oder nicht, der Tod dieses jungen Mannes ist tragisch. Aber die gruselige Seite dieses Artikels ist doch auch: Die Jungs müssen, bevor sie Rendite bringen, nicht nur jahrelang singen und tanzen lernen, sondern beim Gutaussehen wird auch noch -chirurgisch(!) - nachgeholfen? Schlimm, dass der japanische Teenie-Markt anscheinend nicht mit Vollblut-Musikern zu erreichen ist, wenn diese einen Pickel zu viel hinter den Ohren haben.
Antalyaner 19.12.2017
3. Schon wieder die 27
Auf der Zahl 27 scheint tatsächlich ein Fluch zu liegen. Wenn man bedenkt wie viele Künstler mit 27 verstorben sind.
lesheinen 19.12.2017
4.
Zitat von AntalyanerAuf der Zahl 27 scheint tatsächlich ein Fluch zu liegen. Wenn man bedenkt wie viele Künstler mit 27 verstorben sind.
Ja, man spricht vom Club 27, alle "Mitglieder" waren Idole ihrer Zeit. Mir fallen spontan drei von ihnen ein: Jannis Joplin, Jimmy Hendrix, Jim Morrison. Sie waren alle labil und haben sicherlich gelitten. Vielleicht stimmt der alte Spruch "Wen die Götter lieben, der stirbt früh".
ericstrip 19.12.2017
5. Ja...
Zitat von fschafferOb Suizid oder nicht, der Tod dieses jungen Mannes ist tragisch. Aber die gruselige Seite dieses Artikels ist doch auch: Die Jungs müssen, bevor sie Rendite bringen, nicht nur jahrelang singen und tanzen lernen, sondern beim Gutaussehen wird auch noch -chirurgisch(!) - nachgeholfen? Schlimm, dass der japanische Teenie-Markt anscheinend nicht mit Vollblut-Musikern zu erreichen ist, wenn diese einen Pickel zu viel hinter den Ohren haben.
...daran mußte ich auch gerade denken. Der junge Mann sah bestimmt nicht immer so aus wie der späte Michael Jackson... und im Video sehen die Gruppenmitglieder aus wie Roboter, ebenso klingt auch die Musik - Plastik. Viel Druck von allen Seiten und doch nur Leere dahinter, fürchte ich. Das kann kein schönes Leben gewesen sein.
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