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Vergara über Song gegen Trump: "Ich finde es großartig"

Sofia Vergara: Der Star aus "Modern Family" Fotos
DPA

Wir sind alle Mexikaner: Mit dieser Botschaft reagieren südamerikanische Künstler auf die pauschalen Attacken von Donald Trump. Schauspielerin Sofia Vergara zeigte sich nun angetan von der Aktion und den Erfolgen in ihrer Branche.

Es ist eine Reaktion auf die pauschalen Verurteilungen des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump: Diverse südamerikanische Künstler wirkten an dem Solidaritätssong "We're all Mexican" ("Wir sind alle Mexikaner") mit. In dem von Emilio Estefan produzierten Video sind unter anderem Schauspielerin Eva Longoria, die Musiker Carlos Santana und Pitbull sowie die verstorbene Künstlerin Frida Kahlo zu sehen.

Nun zeigte sich auch die Schauspielerin Sofia Vergara äußerst angetan von der Aktion. Man müsse ein Bewusstsein für die Erfolge von Latinos in den USA schaffen, sagte die Kolumbianerin. "Ich finde es großartig", so Vergara. "Es ist etwas Wunderbares, sich zusammenzuschließen und für eine gute Sache einzustehen."

In ihrer Branche hätten sich die Bedingungen für Latinos schon sehr gebessert, sagte Vergara. Es gebe mehr Möglichkeiten, mehr Drehbücher, mehr offene Türen. "Wir hoffen, dass mehr Material für Latinos geschrieben wird, aber wir sollten uns nicht beschweren, es wird besser", so Vergara bei einem PR-Termin in New York.

Vergara wurde mit ihrer Rolle in der Mockumentary "Modern Family" international bekannt. Ihre Darstellung der Gloria Delgado-Pritchett brachte ihr zahlreiche Nominierungen bei den Emmys und Golden Globes ein.

Donald Trump, Politiker und Immobilienhai, provozierte zuletzt immer wieder mit pauschalen Parolen gegen Mexikaner. Der 69-Jährige will US-Präsident werden und hatte mexikanische Einwanderer in seiner Antrittsrede als "Vergewaltiger" bezeichnet, als Problemfälle, die Drogen und Kriminalität in die USA brächten. Manche seien wohl auch gute Menschen.

Der Milliardär fordert in einem Positionspapier sogar eine Mauer an der Südgrenze der USA - bezahlt von Mexiko. Bis der Nachbarstaat dies tue, sollten die USA höhere Visagebühren für Unternehmensvorstände und Diplomaten einführen sowie die US-Grenzübergangskarten verteuern, die demnach jährlich eine Million Mexikaner nutzen.

Bürger lateinamerikanischer Abstammung sind die größte und am raschesten wachsende Minderheit in den USA; die meisten von ihnen kommen aus Mexiko. An der US-Südgrenze zu Mexiko steht ein mehrere hundert Kilometer langer Zaun, bewacht von Tausenden Beamten der Grenztruppe. Bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen spielen Wähler mit lateinamerikanischen Wurzeln eine entscheidende Rolle.

hut/AP

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Fläche: 1.964.375 km²

Bevölkerung: 122,273 Mio.

Hauptstadt: Mexiko-Stadt

Staats- und Regierungschef: Enrique Peña Nieto

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